Hauptinhalt
20.01.2026
Sidl: Europa muss unabhängiger werden
Unter dem Motto "Eine autonome Union. Offen für die Welt", hat Zypern mit Jahresbeginn die Ratspräsidentschaft in der EU übernommen und folgt damit auf Dänemark. Inhaltlich ist Zypern (der drittkleinste Mitgliedsstaat der EU) darauf fokussiert, die strategische Autonomie der EU zu stärken und gleichzeitig auch die EU seiner Region näherzubringen. Konkret sollen im ersten Halbjahr 2026 weitere Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit und weitere Schritte im Kampf gegen unerwünschte Migration erfolgen. Zudem sollen auch Schwerpunktsetzungen für den Schutz der Grundwerte und der Rechtsstaatlichkeit erfolgen.
"Zypern übernimmt in einem entscheidenden Moment den Vorsitz der EU. Wir sehen gerade, dass wir uns auf die bisherige Weltordnung nicht mehr verlassen können und unsere Abhängigkeiten dringend reduzieren müssen", betont der SPÖ-EU-Abgeordnete Günther Sidl, der den Fokus der zypriotischen Ratspräsidentschaft auf strategische Autonomie, Sicherheit und Verteidigung sowie Wettbewerbsfähigkeit begrüßt: "Die Zollstreitigkeiten der letzten Monate und auch die aktuelle Debatte um Grönland zeigen sehr deutlich, dass wir uns als EU neu aufstellen müssen. Wir brauchen neue, stabile Handelsbeziehungen und vor allem brauchen wir eine schnelle Rückkehr zum Vorsorgedenken. Denn nur wenn wir kritische Produkte wie Arzneimittel und Co endlich wieder selbst herstellen, ist die Versorgungssicherheit in der EU wirklich garantiert."
SPÖ-EU-Abgeordneter begrüßt Zyperns Pläne für mehr europäische Autonomie

