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11.02.2026

Hergovich: „Der EVN-Teuerungszähler läuft: Schwarz-Blau lässt Bevölkerung weiter zahlen“

Mit deutlichen Worten weist Kontroll-Landesrat und SPÖ Niederösterreich-Vorsitzender Sven Hergovich auf die weiterhin hohen Stromkosten in Niederösterreich hin. Hergovich stellt dabei den EVN-Teuerungszähler vor, der sichtbar macht, wie viel Geld Haushalte und Betriebe allein deshalb zu viel bezahlen, weil die EVN die angekündigte Strompreissenkung erst nach der Heizperiode im April umsetzt. (Einsehbar unter https://nötigfürnö.at/evn/ )

 

„Strom ist ein Grundbedarf und keine Luxusware. Trotzdem schaut Schwarz-Blau weiter zu, wie ein Unternehmen im Mehrheitseigentum des Landes die Menschen zur Kasse bittet“, stellt Hergovich klar. Jede Sekunde Verzögerung koste die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher 5,10 Euro, jede Woche werde damit zur zusätzlichen Millionenbelastung. Laut Berechnungen summieren sich die Mehrkosten für EVN-Kundinnen und -Kunden allein in den drei Monaten bis Anfang April auf rund 40 Millionen Euro.

 

„Das ist kein Naturgesetz und kein technisches Problem, sondern politisches Wegschauen. Die EVN hätte die Preise längst senken können – der Spielraum ist seit Jahren da“, so Hergovich. Besonders kritisch sieht die SPÖ Niederösterreich, dass trotz sinkender Großhandelspreise weiterhin hohe Gewinne und Dividenden im Vordergrund stehen. „Wenn Gewinne und Vorstandsgehälter steigen, während die Kaufkraft sinkt, läuft etwas grundlegend falsch. Ein Landesunternehmen muss zuerst an leistbare Energie für die Menschen denken – nicht an hohe Dividenden für Aktionäre“, betont Hergovich.

 

An konkreten Beispielen wird die Belastung deutlich:

Ein Pensionisten-Paar mit einem Jahresverbrauch von rund 3.500 kWh hätte bei einer früheren Preissenkung in den Monaten Jänner bis März knapp 50 Euro sparen können. Eine vierköpfige Familie mit Wärmepumpe und einem Verbrauch von etwa 12.500 kWh hätte sogar rund 180 Euro weniger bezahlt.

 

Die SPÖ Niederösterreich fordert daher eine klare Kehrtwende in der Energiepolitik des Landes. „Leistbarkeit muss vor Gewinnmaximierung stehen. Übergewinne gehören sofort preiswirksam zurückgegeben, Senkungen müssen ebenso rasch erfolgen wie man immer mit Erhöhungen zur Stelle ist und die Preisbildung muss transparent sein. Energiepolitik ist Sozialpolitik“, so Hergovich abschließend.

 

Der EVN-Teuerungs-Zähler werde jedenfalls weiterlaufen, solange Schwarz-Blau untätig bleibe. „Wir machen sichtbar, was diese Politik der Untätigkeit kostet – und wir machen Druck, bis Entlastung endlich bei den Menschen ankommt.“


Jede Sekunde ohne Preissenkung kostet den Menschen Geld – fast 40 Millionen Euro Mehrbelastung bis April