Hauptinhalt

15.06.2026

Hergovich warnt Banken: „Keine zweite Zinspreiskrise auf dem Rücken der Häuslbauer und Sparer!“

Nach der gestern bekannt gewordenen Leitzinshöhung durch die Europäische Zentralbank warnt SPÖ-NÖ-Vorsitzender Kontroll-Landesrat Sven Hergovich die österreichischen Banken davor, wieder so zu agieren wie in der letzten Zinspreiskrise 2023. Damals so e Kreditzinsen für Häuslbauerinnen und Häuslbauer rasch existenzbedrohend gestiegen, während Sparzinsen nur zögerlich weitergegeben wurden. Das dürfe sich auf keinen Fall wiederholen. „Die Banken sind gewarnt: Es darf keine zweite Zinspreiskrise auf dem Rücken der Häuslbauer, Kreditnehmer und Sparer geben. Wer jetzt wieder versucht, steigende Zinsen als Einladung zum Abkassieren zu verstehen, wird auf massiven politischen Widerstand stoßen“, sagt Hergovich.


In der letzten Zinsphase hätten die Banken Milliarden verdient, während viele Menschen in Niederösterreich nicht mehr gewusst hätten, wie sie ihre Kreditraten stemmen sollen. Gleichzeitig seien Sparerinnen und Sparer viel zu lange mit niedrigen Zinsen abgespeist worden. „Die Banken haben in der letzten Zinspreiskrise bewiesen, wie schnell sie sein können, wenn es ums Kassieren geht — und wie langsam, wenn es darum geht, den Menschen etwas weiterzugeben. Genau das darf nicht noch einmal passieren“, so Hergovich. Hergovich fordert daher von den Banken ein klares Fairness-Versprechen: Steigende Zinsen dürfen nicht einseitig an Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer weitergegeben werden. Wer bei Krediten rasch erhöht, müsse auch bei Sparguthaben rasch und fair weitergeben.


„Wenn Kreditzinsen steigen, müssen auch Sparzinsen steigen. Alles andere ist nichts anderes als ein Körberlgeld für Banken auf Kosten der arbeitenden Menschen“, sagt Hergovich. Besonders warnt Hergovich vor einer neuen Belastungswelle für Menschen mit Wohnkrediten. Viele Familien hätten sich ihr Eigenheim unter völlig anderen Zinsbedingungen aufgebaut und seien in den vergangenen Jahren massiv unter Druck geraten.


„Für viele Häuslbauerinnen und Häuslbauer geht es nicht um Luxus, sondern um das Zuhause ihrer Familie. Wer diesen Menschen jetzt wieder die nächste Zinsrechnung schickt, während die Bankgewinne steigen, hat aus der letzten Krise nichts gelernt“, sagt Hergovich. Sollten Banken erneut versuchen, aus der Zinssituation Übergewinne zu machen, müsse die Politik eingreifen. Hergovich verweist dabei auf die bekannten Forderungen der SPÖ NÖ: faire Sparzinsen, Schutz vor überhöhten Kreditbelastungen, eine Begrenzung besonders belastender Zinsen und eine Abschöpfung ungerechtfertigter Banken-Übergewinne.


„Wir werden nicht zuschauen, wenn Banken wieder Milliarden verdienen und die Rechnung bei den Häuslbauern, Kreditnehmern und Sparern landet. Die Banken hatten ihre Chance, Verantwortung zu zeigen. Jetzt gilt: Fairness freiwillig — oder Regeln per Gesetz“, so Hergovich abschließend.

SPÖ-Kontroll-Landesrat fordert endlich Fairness bei Krediten und Sparzinsen – und kündigt politischen Widerstand gegen neue Banken-Übergewinne an