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11.06.2026
Spenger zu Klinikbau in Wiener Neustadt: „Versprochen, verschoben, verteuert“

„Ich nehme die neuerliche Ankündigung von ÖVP-Landesrat Anton Kasser für einen Baubeginn für das Universitätsklinikum Wiener Neustadt zur Kenntnis. Nach mittlerweile fast zwei Jahrzehnten an Versprechen, Verschiebungen und Kostenexplosionen bleibt allerdings eine Frage offen: Warum sollte die Bevölkerung ausgerechnet jetzt glauben, dass dieser Zeitplan hält?“, fragt SPÖ-LAbg. Mag. Dr. Rainer Spenger, Vizebürgermeister von Wiener Neustadt.
Denn bereits 2008 haben Erwin Pröll und Wolfgang Sobotka den Neubau des Klinikums präsentiert und damals eine Umsetzung innerhalb von sieben bis acht Jahren versprochen. „Das neue Krankenhaus hätte also längst fertig sein sollen. Stattdessen diskutieren wir 18 Jahre später noch immer über UVP-Verfahren und Baustarts“, kann Spenger nur den Kopf schütteln.
Besonders bemerkenswert sei, dass die Kosten inzwischen von ursprünglich 400 Millionen Euro auf knapp 1,5 Milliarden Euro angewachsen seien, so Spenger weiter: „Verlässlich waren im Gegensatz zu den ÖVP-Granden in diesem Projekt bislang vor allem die Kostensteigerungen.“
Wenn nun von einem Baubeginn 2027 die Rede sei, sei Skepsis nachvollziehbar. „Die Menschen haben in den vergangenen Jahren viele Ankündigungen gehört. Ich bin gespannt, ob dieser Termin diesmal tatsächlich hält oder ob in ein paar Jahren erneut ein neuer Zeitplan präsentiert wird“, schließt Spenger: „Die Menschen in der Region erwarten sich zurecht eine moderne und funktionierende Gesundheitsversorgung – und keine leeren Versprechungen der schwarz-blauen Landeskoalition!“
Das neue Klinikum Wiener Neustadt hätte laut den Ankündigungen von Pröll und Sobotka 2015 oder 2016 fertig sein sollen; über 10 Jahre später soll mit dem Neubau begonnen werden

