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16.01.2026
Pfister: SPÖ sagt klar Nein zu unbezahlter Mehrarbeit
„Der Vorstoß von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, wonach Beschäftigte in Niederösterreich künftig eine zusätzliche Stunde pro Woche unbezahlt arbeiten sollen, ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die tagtäglich Leistung bringen“, betont Rene Pfister, SPÖ-Landtagsabgeordneter: „Wer arbeitet, hat Anspruch auf Bezahlung. Unbezahlte Mehrarbeit ist kein Zukunftsmodell, sondern ein Rückschritt.“
Pfister stellt klar: „Unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen ohnehin unter enormem Druck. Steigende Preise, hohe Energiekosten und wachsende Unsicherheit prägen den Alltag. In dieser Situation von ihnen Gratis-Leistungen zu verlangen, ist schlicht realitätsfremd.“
Angesichts der wirtschaftlichen Lage brauche es laut Pfister einen völlig anderen Zugang: „Die Industrieproduktion in Niederösterreich ist massiv zurückgegangen. Was es jetzt braucht, sind gezielte Investitionen und ein echtes Konjunkturpaket – nicht symbolpolitische Sparübungen auf dem Rücken der Beschäftigten.“ Die SPÖ Niederösterreich fordere das seit Langem – viele Maßnahmen sind dazu auch im NÖ-Plan des Landtagsklubs der SPÖ NÖ nachzulesen. (Anm.: https://nötigfürnö.at/der-gute-plan-fuer-niederoesterreich/)
Kritik übt Pfister auch an weiteren Vorschlägen aus dem Umfeld des Industriemanifests: „Wenn zusätzlich ein Gesundheits-Selbstbehalt von 50 Euro pro Jahr ins Spiel gebracht wird, zeigt das, wohin die schwarz-blaue Reise gehen soll: Mehr Belastungen für die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Das ist der falsche Weg.“ Die Landes-Koalition müsse handeln und den Landesenergieversorger EVN zur Vernunft bringen, dass dieser endlich die Energiepreise senkt, um Betriebe tatsächlich zu entlasten, so Pfister abschließend: „Niederösterreich braucht faire Löhne, leistbare Energie und Investitionen in Arbeit und Standort. Was wir sicher nicht brauchen, sind unbezahlte Arbeitsstunden und neue finanzielle Hürden für die Menschen.“

