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02.04.2026
Pfister: „Es braucht einen klaren 10-Cent-Tarif bei der EVN“

„Der groß angekündigte, günstige Tarif der EVN, der in der ‚Höhe von rund 10 Cent netto pro Kilowattstunde‘ angepriesen wird, ist in Wahrheit ein schön gerechneter Durchschnitt. Tatsächlich zahlen die Menschen unterschiedliche Preise zur Haupt- und Nebenzeit – und das auch nur von April bis September zwischen 10 und 16 Uhr. Wer seinen Strom nicht gezielt in diese wenigen Stunden verlagern kann, zahlt den höheren Tarif“, kritisiert SPÖ-LAbg. Rene Pfister.
Zusätzlich ist der Tarif an Bedingungen geknüpft und nur mit aktivem Wechsel verfügbar. „Viele Niederösterreicher werden das Angebot gar nicht nutzen können oder überhaupt davon erfahren. Gleichzeitig gibt es nur 12 Monate Preisgarantie – danach drohen wieder horrende Kosten. Die EVN versucht wieder mit aller Gewalt, die Gewinne auf dem Rücken der Bevölkerung zu maximieren. Und das als Landesenergieversorger, der mehrheitlich im Besitz des Landes NÖ steht. Wo sind Mikl-Leitner, Landbauer und Co., wenn es darum geht, die Niederösterreicher beim Thema Energie zu entlasten?“, fragt Rene Pfister.
Zudem dürften beim neuen Tarif sogar bisher übliche Zusatzvorteile fehlen, kann Pfister wieder nur den Kopf schütteln: „Während die EVN bei anderen Stromtarifen Bonuspunkte ausdrücklich anführt, fehlt dieser Hinweis beim neuen Modell komplett. Das zeigt: Dieses vermeintliche Schnäppchen kommt mit schlechteren Bedingungen daher.“
Die SPÖ NÖ, so Pfister abschließend, fordert jedenfalls ganz klar einen einfachen, transparenten und dauerhaft leistbaren Strom für alle: „Die EVN ist angehalten, einfach einen klaren 10-Cent-Tarif anzubieten – ohne Gefahr, dass die Bevölkerung in die Preisfalle tappen kann, nur weil sie die Waschmaschine zur verkehrten Uhrzeit einschaltet!“
Neuer EVN-Tarif erinnert mehr an Tarnen und Täuschen als an eine Entlastung; Schwarz/Blau darf nicht länger wegschauen, wie der eigene Landesenergieversorger mit schönen Rechnungen die Tarife verkompliziert

