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27.01.2026
Hergovich/Weninger zu EVN: „Unser Druck hat zu Strompreis-Senkung geführt – Entlastung muss SOFORT bei den Menschen ankommen!“
Mit einem klaren Fokus auf leistbare Energiepreise und mehr Verantwortung des Landesenergieversorgers EVN hat die SPÖ Niederösterreich heute den Energieschwerpunkt ihres NÖ-Plans gestartet. Kontroll-Landesrat und SPÖ NÖ-Landesparteivorsitzender Sven Hergovich und Klubobmann Hannes Weninger machten dabei deutlich: Übergewinne, die auf dem Rücken der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher entstanden sind, müssen wieder bei den Menschen ankommen.
„Energiepreise sind einer der stärksten Treiber der Teuerung. Wer heute über Leistbarkeit spricht, kommt an der Energiepolitik nicht vorbei“, betont Hergovich. Niederösterreich sei aufgrund seiner Größe, der Siedlungsstruktur und des hohen Energie- und Gasverbrauchs besonders betroffen. „Gerade deshalb braucht es eine aktive Rolle des Landes. Die EVN gehört mehrheitlich dem Land Niederösterreich – und genau daraus ergibt sich eine besondere Verantwortung. Ziel muss leistbare Energie sein, nicht maximale Gewinne“, so Hergovich.
Hergovich begrüßt, dass die EVN ab 1. April einen neuen Tarif von 10 Cent netto pro Kilowattstunde ankündigt, kritisiert aber den späten Zeitpunkt:
„Dass Entlastung erst ab April gilt, ist schwer nachvollziehbar – mitten im Winter wäre sie am dringendsten. Wer Entlastung ernst meint, handelt sofort.“
Der Kontroll-Landesrat kritisiert, dass sinkende Großhandelspreise bei den Kundinnen und Kunden nur zögerlich ankommen, während gleichzeitig Rekordgewinne und hohe Dividenden ausgeschüttet werden. „Übergewinne sind kein Naturgesetz. Wenn Gewinne explodieren, dann müssen Preise sinken – und zwar SOFORT. Der NÖ-Plan zeigt klar, wie das gehen kann – mit Preisreduktionen, Rückvergütungen und einer klaren Priorität für Leistbarkeit“, stellt Hergovich klar.
Klubobmann Hannes Weninger legt den Finger noch tiefer in die Wunde: „Während viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher ihre Strom- und Gasrechnung kaum mehr stemmen können, erzielt die EVN Gewinne weit über dem Vorkrisenniveau. Gleichzeitig fließen hohe Dividenden – auch aus Sonderausschüttungen des Verbunds – an das Unternehmen. Das ist politisch nicht zu rechtfertigen.“
Besonders kritisch sieht Weninger auch die Entwicklung bei den Führungskosten:
„Statt konsequent Preise zu senken, leistet sich die EVN einen immer teureren Vorstand mit zusätzlichen Posten und steigenden Gehältern. Das sendet ein völlig falsches Signal an die Menschen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen.“
Beide SPÖ-Vertreter verweisen auf den NÖ-Plan als Gegenentwurf zur aktuellen Energiepolitik der schwarz-blauen Landeskoalition. „Energie ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Das heißt: Die Interessen der Menschen müssen Vorrang haben – vor Dividenden und Boni“, betont Weninger.
Abschließend hält Hergovich fest:
„Der NÖ-Plan sorgt für volle Energie zu leistbaren Preisen. Wir wollen faire Netzkosten, mehr Transparenz und eine konsequente Nutzung der Übergewinne im Sinne der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher – durch Preisreduktionen, Gutschriften und Rückvergütungen. Energiepolitik ist Sozialpolitik – und genau so handeln wir.“
#NÖTIGFÜRNÖ:
- EVN-Gewinne an die Bevölkerung zurückgeben
- Gründung von Energiegemeinschaften wie in der niederösterreichischen Gemeinde Trumau
- Eigene Energiespeicher-Infrastruktur für NÖ

