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19.03.2026

Hergovich/Kollross: Leistbare Energie ist möglich

„Was in Trumau funktioniert, kann im ganzen Land funktionieren. Leistbare Energiepreise sind keine Utopie, sondern eine Frage des politischen Willens“, erklären SPÖ-NÖ-Landesparteivorsitzender und Kontroll-Landesrat Sven Hergovich sowie NÖ GVV-Präsident und Bürgermeister Andreas Kollross.

 

In der Gemeinde Trumau wird bereits umgesetzt, was vielerorts noch als Ziel formuliert wird: Stabile, planbare und leistbare Energiepreise für Haushalte und Betriebe. Die dortige Energiegemeinschaft liefert Strom zu einem Fixpreis von 12 Cent brutto pro Kilowattstunde – und das für 20 Jahre. Rund 800 Haushalte, etwa ein Drittel der Bevölkerung, nehmen bereits teil. „Das Modell Trumau zeigt eindrucksvoll, dass Gemeinden aktiv Energiepolitik gestalten können – mit direktem Nutzen für die Menschen. Planungssicherheit ersetzt Preissprünge, Verlässlichkeit ersetzt Unsicherheit“, betont Kollross. Die Teilnahme sei bewusst niederschwellig organisiert: Ein Genossenschaftsanteil von 10 Euro, jederzeit kündbar und vollständig rückerstattbar, ermögliche einen einfachen Einstieg ohne Risiko.

 

Gleichzeitig wird das Modell bereits über Niederösterreich hinaus wahrgenommen und adaptiert, etwa im Burgenland. „Das ist kein Einzelfall, sondern ein skalierbares Erfolgsmodell“, so Kollross.

 

Für Hergovich ist klar: „Die Energiepreise sind weiterhin einer der größten Belastungsfaktoren für Haushalte und Betriebe. Die aktuellen internationalen Entwicklungen zeigen, wie fragil das bestehende System ist. Wir erleben gerade im Eiltempo eine Wiederholung der letzten Energiekrise.“ Steigende Preise würden Inflation anheizen und den Wirtschaftsstandort unter Druck setzen. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass ein einfaches Durchlaufenlassen der Preise massive negative Folgen habe. „Energiepreise sind politisch gestaltbar – und sie müssen auch gestaltet werden“, betont Hergovich.

 

Konkret fordert die SPÖ Niederösterreich auf Bundesebene die Aussetzung bzw. Abschaffung der Merit Order sowie Preisdeckel für Strom, Gas und Treibstoffe. Auf Landesebene brauche es einen massiven Ausbau von Energiegemeinschaften sowie eine stärkere Rolle des Landes. „Niederösterreich hat bereits zahlreiche Energiegemeinschaften – aber viele davon sind klein. Große, besonders wirksame Modelle wie in Trumau sind noch die Ausnahme. Genau hier muss das Land ansetzen“, so Hergovich.

 

Die SPÖ Niederösterreich fordert …:

– … den konsequenten Ausbau von Energiegemeinschaften

– … gezielte Unterstützung für Gemeinden

– … eine stärkere Einbindung und politische Steuerung der Landesenergieversorger

 

„Energie ist Daseinsvorsorge. Es kann nicht sein, dass Preise von internationalen Krisen getrieben werden, während wir vor Ort längst funktionierende Lösungen haben“, so Hergovich und Kollross abschließend.

Modell Trumau zeigt den Weg für ganz Niederösterreich