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25.06.2026

Hergovich/Erasim: HNO-Versorgung in Mistelbach bleibt erhalten – Einsatz für die Region zeigt Wirkung

Die geplante Schwächung der HNO-Versorgung am Landesklinikum Mistelbach ist vom Tisch. Für Kontroll-Landesrat und SPÖ NÖ-Landesparteivorsitzenden Sven Hergovich zeigt die nun erfolgte Ausweitung der Betriebszeiten, dass konsequenter Einsatz für eine starke Gesundheitsversorgung in den Regionen etwas bewegen kann. Gemeinsam mit Nationalrätin und SPÖ-Bezirksvorsitzender Melanie Erasim hatte sich die SPÖ in den vergangenen Jahren gegen einen Abbau der HNO-Abteilung ausgesprochen.

 

Vor mehr als zwei Jahren wurde vielen Menschen im Weinviertel vermittelt, dass die bestehende HNO-Versorgung in Mistelbach nicht mehr in dieser Form weitergeführt werden könne. “Für viele war das ein weiteres Zeichen, dass medizinische Angebote Stück für Stück aus der Region verschwinden. Wir haben uns damit nicht abgefunden – und heute sehen wir: Es zahlt sich aus dranzubleiben“, so Hergovich.

 

Die nun erfolgte Stärkung der HNO sei ein wichtiges Signal über Mistelbach hinaus: „Gesundheitspolitik darf nicht vom Reißbrett aus gedacht werden. Am Anfang muss immer die Frage stehen: Was bedeutet das für die Patientinnen und Patienten? Erst wenn die Versorgung gesichert ist, kann man über Veränderungen sprechen.“

 

Für Hergovich bestätigt der Fall auch die Linie der SPÖ bei den aktuellen Diskussionen rund um die Notarztversorgung: „Solange es keinen gleichwertigen und nachweislich funktionierenden Ersatz gibt, darf nichts geschlossen werden. Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, im Ernstfall rasch Hilfe zu bekommen – unabhängig davon, wo sie leben.“

 

Die Landesregierung sei nun gefordert, angekündigte Maßnahmen rasch umzusetzen. Dazu zählen eine flächendeckend abgesicherte Akut- und Notfallversorgung rund um die Uhr an den Kliniken, der weitere Ausbau der Flugrettung und Notarzthubschrauber sowie die Stärkung mobiler Notfallteams.

 

Nationalrätin Melanie Erasim sieht in der Entscheidung einen wichtigen Erfolg für die Region: „Die Menschen im Weinviertel haben damals völlig zu Recht gefragt, warum eine funktionierende Versorgung geschwächt werden soll und warum Patientinnen und Patienten längere Wege in Kauf nehmen müssen. Diese Fragen waren berechtigt – und sie verdienen Antworten.“

 

Erasim erinnert auch an die breite Unterstützung aus der Bevölkerung: „Mit unserer Petition gegen den Kahlschlag im Spital haben tausende Menschen deutlich gemacht: Das Weinviertel braucht eine starke Gesundheitsversorgung vor Ort. Dieses Signal konnte nicht ignoriert werden. Ich freue mich für die Patientinnen und Patienten, für die Beschäftigten im Klinikum und für alle, die sich gemeinsam für diesen Standort eingesetzt haben.“

 

Abschließend fordert Erasim mehr Verlässlichkeit in der Gesundheitspolitik: „Gesundheit ist kein Experimentierfeld. Die Menschen erwarten sich Planungssicherheit und eine Politik, die zuerst an die Versorgung denkt und nicht an Tabellen oder Organisationspläne. Unser Ziel bleibt klar: Ein starkes Landesklinikum Mistelbach mit einem breiten medizinischen Angebot für die Menschen im Weinviertel.“