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03.11.2025

Hergovich: Niederösterreich braucht aktive Arbeitsmarktpolitik

Die neuen Zahlen des AMS Niederösterreich zeigen einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit: 43.691 Menschen waren im Oktober ohne Job, um 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Weitere 10.367 Personen sind in Schulungen. Insgesamt sind also bereits mehr als 54.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher beschäftigungslos. Besonders betroffen sind Frauen (+7,4 Prozent) und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 50 Jahren (+7,2 Prozent). Auch die Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Menschen ist weiter gestiegen (+8,2 Prozent).


„Das ist ein deutliches Warnsignal. Seit vielen Monaten steigt die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich und der Anstieg wird immer stärker spürbar. Seit zwei Jahren gibt es keine Maßnahmen der zuständigen Landeskoalition. Jetzt braucht es gezielte Investitionen in Beschäftigung und Qualifizierung“, erklärt SPÖ-Landesrat Sven Hergovich.


Besorgniserregend sieht Hergovich den Rückgang der offenen Stellen – minus 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr:

„Wenn weniger Jobs ausgeschrieben werden und gleichzeitig mehr Menschen arbeitslos sind, dann müssen wir gegensteuern – mit einer echten Beschäftigungsoffensive: Mehr Ausbildungsplätze im Gesundheits- und Klimabereich, Investitionen in den Wohnbau, gezielte Unterstützung für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“


Hergovich fordert zudem eine klare Schwerpunktverschiebung von Schwarz-Blau: „Die zuständige FPÖ-Landesrätin Rosenkranz verweist nur auf die Bundesregierung. Sie hat aber ganz klar auch eine eigene Verantwortung. Wir brauchen keine Kürzungen bei der Arbeitsmarktpolitik, sondern Zukunftsinvestitionen – in Pflege, Bildung, Energie und nachhaltige Industrie. Arbeit darf in diesem Land nicht zur Mangelware werden.“


Schwarz-Blau lässt Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit vermissen