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09.07.2021

Wasserrettung NÖ leistete 25.000 ehrenamtliche Einsatzstunden

„Viele Menschen suchen aktuell aufgrund der großen Hitze die Nähe zum Wasser, um Abkühlung zu finden. Zwar gibt es in Niederösterreich erfreulicherweise viele Bademöglichkeiten, der Badespaß kann aber auch schnell gefährlich werden, wenn bestimmte Sicherheitsregeln nicht beachtet werden“, betonte NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig heute, Freitag, anlässlich der gemeinsamen Präsentation der aktuellen Einsatzstatistik der Österreichischen Wasserrettung Landesverband NÖ mit dem Präsidenten der Rettungseinheit, Markus Schimböck.

 

Für die Sicherheit im Bundesland leisteten die Wasserretter im Vorjahr rund 25.000 ehrenamtliche Stunden. Dafür sprach Königsberger-Ludwig zu Beginn des Pressetermins großen Dank aus, zumal ohne dieses Engagement der NÖ Rettungslandschaft eine wichtige Sicherheitssäule fehlen würde. „Rettungseinsätze am, auf und im Wasser sind keine einfache Sache, sondern ein Job für hochspezialisierte Einsatzkräfte. Aber auch die abgehaltenen Schwimmkurse für die Kleinsten sind unverzichtbar, weil diese schrecklichen Unfällen vorbeugen und früh die Freude am Schwimmen vermitteln“, hielt Königsberger-Ludwig fest.

 

Laut einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit waren im vergangenen Jahr jedoch knapp ein Drittel der Kinder überhaupt nie schwimmen, vor der Pandemie waren es im Jahr 2019 mit 14 Prozent halb so viele. Zudem können nach dieser Befragung rund 160.000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre in Österreich nicht schwimmen „Man wird in der Badewanne nicht schwimmen lernen. Das muss allen klar sein“, sieht die Landesrätin im niederschwelligen Zugang zu Schwimmkursen und dem entsprechenden Angebot den Schlüssel für eine viel bessere Quote.

 

Präsident Schimböck informierte weiters, dass im Vorjahr die Wasserrettung 539 Einsatzdienste und 25 Alarmeinsätze verzeichnet habe: „150-mal wurde Erste-Hilfe geleistet und in zwei Fällen mussten Personen sogar aus einer See- und Wassernot gerettet werden. Es kam aber auch leider zu fünf Bergungen von Toten.“

 

Um alle Einsätze erfolgreich abschließen zu können, erklärte Schimböck, müssten die 282 aktiven Einsatzretter ständig trainieren, auch gemeinsam mit anderen Rettungsorganisationen. „Insgesamt sind die Einsätze aufgrund der COVID-19-Krise zwar letztes Jahr geringer ausgefallen, dennoch sehen wir, dass auch heuer so wie im Jahr 2020 viel öfter Freiflächen genutzt werden, was für die Sicherheit beim Baden eine besondere Herausforderung darstellt. Freigewässer, insbesondere Fließgewässer, dürfen nicht unterschätzt werden. Flüsse bergen Untiefen, Strömungen und Walzen. Dies führt bei schlechten Schwimmern schnell zu Überforderung, was wiederum Panik und Unfälle auslöst“, so Schimböck.

 

Zum Schluss machte Präs. Schimböck noch darauf aufmerksam, dass die Wasserrettung bei Notfällen jederzeit über die Notrufnummer 144 alarmiert werden könne und für Interessierte alle Information rund um die niederösterreichische Wasserrettung auf der Homepage der Rettungseinheit abrufbar seien.


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