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18.08.2020

Suchan-Mayr: „Öffentlicher Verkehr bleibt bei Standortfixierung für den Neubau der Donaubrücke Mauthausen auf der Strecke!“

Ober- und Niederösterreich haben sich endlich auf einen Standort für den Neubau der Donaubrücke Mauthausen geeinigt: Die Ostvariante soll 700 Meter neben der bestehenden Brücke umgesetzt werden und der Anschluss der neuen Donaubrücke über eine Verbreiterung der Umfahrung Pyburg – Windpassing im Westen erfolgen.


Die Umweltsprecherin der SPÖ NÖ, Bürgermeisterin LAbg. Mag. Kerstin Suchan-Mayr, zeigt sich einerseits erleichtert darüber, dass der Zeitplan aller Voraussicht nach eingehalten werden kann, ist mit der Vorgangsweise der Entscheidungsfindung allerdings keineswegs zufrieden: „Nachdem es die letzten Monate eher ruhig um das Thema der neuen Donaubrücke geworden ist, war es doch sehr überraschend, dass die betroffenen Gemeinden erst am Tag der Entscheidung über den Standort informiert und vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. Bei diesem für die Region so wichtigen verkehrsentlastenden Projekt ist es leider sehr enttäuschend, dass der Öffentliche Verkehr nicht mitgedacht wurde, um ein leistungsfähiges und pendlergerechtes Nahverkehrskonzept anbieten zu können. Dass zumindest ein Radweg mitgedacht wurde, ist dabei leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.“


Suchan-Mayr betont, dass die SPÖ im NÖ Landtag bereits vor zwei Jahren einen umfassenden Resolutionsantrag eingebracht hat, welcher die Verkehrssituation in ihrer Gesamtheit und nicht als Stückwerk betrachtet, öffentliche Verkehrsmittel inklusive: „Leider wurden die Inhalte dieses Antrags kaum berücksichtigt und in Umsetzung gebracht. Das Wichtigste ist nun, dass die BürgerInnen der Region vor unnötigen, weiteren Belastungen durch den Verkehr (Lärm-, Staub-, Geruchs- und Abgasemissionen) sowie die Umwelt vor unnötigen, verbauten und versiegelten Flächen bewahrt und die öffentlichen Verkehrsverbindungen optimal genutzt werden. Entlastungen des Straßenverkehrs müssen durch Mobilitätskonzepte der Zukunft und des Öffentlichen Verkehr erzielt werden, im Sinne der PendlerInnen, der AnrainerInnen und des Klimaschutzes! Es bleibt nun nur noch zu hoffen, dass dies mit dem vorgelegten Konzept und der Trassenführung gelingt!

Betroffene Gemeinden wurden bei Entscheidungsfindung nicht eingebunden; Fertigstellung der sogenannten „Ostvariante“ 700 Meter neben der bestehenden Brücke ist für 2027 geplant