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24.04.2020

SPÖ NÖ unterstützt Petition für Corona-Tausender

SPÖ NÖ unterstützt Petition für Corona-Tausender

Nachhaltige Anerkennung systemrelevanter Berufe, die sich derzeit am unteren Ende aller Gehaltstabellen befinden, ist Gebot der Stunde

„Wer sich einer Gefahr aussetzt, um unser Land am Laufen zu erhalten, hat unser aller Solidarität verdient“, meint LAbg. Rene Pfister, Sprecher für ArbeitnehmerInnenrechte der SPÖ NÖ.

 

Die Sozialdemokratie in Niederösterreich unterstütze daher die Petition des ÖGB auf einen steuerfreien Corona-Tausender als „Dankeschön“ für all jene, die während der Corona-Krise das Haus verlassen müssen, um zu arbeiten und sich damit einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen. „Es braucht ein ‚Danke‘, das sich für die ArbeitnehmerInnen in den Börsen niederschlägt und nicht lediglich als heiße Luft in den gefühlten 1.000 Pressekonferenzen der Bundesregierung endet“, zeigt sich LHStv. Franz Schnabl, Landesparteivorsitzender, überzeugt, dass der Corona-Tausender, der unter https://corona-tausender.oegb.at unterstützt werden kann, ein erster positiver Schritt in Richtung 15. Monatsgehalt für systemerhaltende Berufe ist.

 

Es sind die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich, die SanitäterInnen, die Zivildiener, Bundesheer-SoldatInnen, PolizistInnen, VerkäuferInnen, PädagogInnen in Schulen und Kindergärten, MitarbeiterInnen in der Logistik, in den Apotheken, in Gemeinden, bei der Post, im AMS und in der Arbeiterkammer sowie die MitarbeiterInnen systemrelevanter Infrastruktur. Ohne sie und die vielen weiteren HeldInnen würde unser System nicht funktionieren. Für all die braucht es eine finanzielle Anerkennung in Form des Corona-Tausenders. Darüber hinaus zeigen sich Schnabl und Pfister enttäuscht von der Landes-ÖVP. ÖVP-Ebner hat den Antrag die Verdienste der Landesbediensteten im Gesundheits- und Pflegebereich mit einem 15. Monatsgehalt zu bedenken gar als „gesprochenes Verbrechen“ bezeichnet. Schnabl und Pfister dazu: „Die Anerkennung in Form eines Gehalts, in etwas, das jeder ‚verdient‘ hat wäre der geeignete Rahmen gewesen, diese großartigen Leistungen zu honorieren. Wir versprechen hier dennoch weiter dran zu bleiben.“

 

Die beiden Sozialdemokraten sehen sich bestärkt durch einen Beschluss des Bundeskabinetts der Bundesrepublik Deutschland, die einen höheren Mindestlohn in der Branche der Pflegekräfte sowie den Urlaubsanspruch betrifft: „Auch in Österreich müssen diese systemrelevanten Leistungen in Zukunft am Gehalts-Verhandlungstisch der SozialpartnerInnen Anerkennung in Form eines höheren Gehalts, bzw. verminderter Wochenstunden und längeren Jahresurlaubs finden. Und zwar in allen Branchen, denen derzeit als systemrelevant gedankt wird, die gleichzeitig alljährlich am unteren Ende aller Gehaltstabellen zu finden sind.“

 

Die ÖVP zeige ja, wo vor Tagen noch alle Oppositionsanträge im Landtag – von der Ausstattung von NÖ SchülerInnen mit Laptops über die Förderung von Home-Office bis hin zur Verlängerung der NÖ Card – abgelehnt wurden, werden sie wenig später von der Landes-ÖVP umgesetzt und als eigene Ideen bejubelt. „Das stimmt uns hoffnungsfroh, dass zumindest für die Landesbediensteten im Gesundheitsbereich das 15. Monatsgehalt doch noch zur Realität wird“, schließen Schnabl und Pfister.