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11.11.2020

SPÖ NÖ fordert geregelten und sicheren Ablauf für Niederösterreichs SchülerInnen und PädagogInnen

 - © Herbert Käfer

Anlässlich einer Pressekonferenz verstärkten der Landesparteivorsitzende der SPÖ NÖ, LHStv. Franz Schnabl, Bildungssprecherin LAbg. Elvira Schmidt und Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar ihr Bestreben, endlich für einen geregelten und sicheren Ablauf in Niederösterreichs Schulen zu sorgen!


„Die türkis-grüne Bundesregierung hatte monatelang Zeit, um einen geregelten Schulbetrieb zu organisieren. Zwei Monate nach Schulbeginn ist bereits klar: Statt Ordnung und nachvollziehbaren Abläufen herrscht Chaos an unseren Schulen!“, so LHStv. Franz Schnabl in seinem Eingangsstatement, daher habe sich die SPÖ NÖ entschlossen, die Petition „Corona-Schulchaos stoppen!“ zu starten. Insbesondere die Tatsache von völlig überfüllten Schulbussen, in denen Kinder und Jugendliche keine Abstandsregeln einhalten können, während sie erst in der Schule am Gang nicht miteinander Kontakt haben oder reden dürfen, ist ein anschauliches Beispiel für das Versagen der Bundesregierung.


Des Weiteren dürfe es nun keinesfalls zu Schließungen der Pflichtschulen kommen, betonte Schnabl ausdrücklich: „Es braucht eine Kraftanstrengung, um einen Unterricht zu gewährleisten, der kein Kind zurücklässt. Corona darf nicht einer ganzen Generation die Möglichkeit auf eine solide Bildung bzw. Ausbildung kosten, nur weil die Bundesregierung über die Sommermonate nicht im Stande war alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Vorausschauendes Handeln geht anders und die Regierung zeigt tagtäglich ihr Unvermögen in diesem Bereich!“


Bildungssprecherin Schmidt forderte, auch das Lehrpersonal nicht aus den Augen zu verlieren: „Es ist wichtig, insbesondere ‚fahrendes‘ Lehrpersonal (sprich LehrerInnen, die ihren Dienst an verschiedenen Schulen versehen (bspw. ReligionslehrerInnen)) mindestens alle 14 Tage zu testen. Denn diese Menschen kommen mit sehr vielen Schüler- und LehrerInnen in Kontakt und sind deshalb einem besonderen Risiko ausgesetzt. Damit einhergehend muss die Situation des Lehrpersonals im Auge behalten werden, sodass es hier – aufgrund der vielen Testungen inkl. Quarantänemaßnahmen – zu keinen Engpässen kommt. Auch die Möglichkeit zur Hinzuziehung von StudentInnen, die sich in der Endphase ihres Studiums befinden, soll bei einer Notwendigkeit nicht ausgeschlossen werden.“


„Der zweite Lockdown ist da. Und damit auch wieder Chaos und Unsicherheit bei SchülerInnen, PädagogInnen und Eltern“, erklärte SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar, der als Bürgermeister die Probleme in diesem Bereich genau kennt.


Die für alle Beteiligten unhaltbare und planlose Situation beschreibt er an einem Beispiel aus dem Bezirk Melk: Am Allerseelentag waren die Schulen auf der Corona-Ampel noch gelb gestellt, seit Dienstag auf orange. Die Eltern wurden aufgefordert, den Bedarf für einen Laptop für ihr Kind bis zum nächsten Tag zu melden. „Für mich ist klar, dass auch in den Schulen der Lockdown bereits gezielt vorbereitet wird – auch wenn er derzeit noch dementiert wird. Wie Eltern, Kinder und PädagogInnen mit dieser verwirrenden, unvorbereiteten Entwicklung umgehen, das interessiert das Chaos-Kleeblatt rund um Kurz offenbar überhaupt nicht. Ihm geht es nur darum, seine Politshows zu inszenieren, der Rest ist ihm egal – auch die Zukunft unserer Kinder. Viel wichtiger sind da Wünsche und Forderungen seiner Großspender und der Adlerrunde. Denn der Wintertourismus rund um Weihnachten sollte schon gesichert sein. Aber wenn Sie weiterhin wertvolle Zeit verstreichen lassen und dann erfolglos zu improvisieren versuchen, wird sich kaum noch jemand einen Winterurlaub leisten können, liebe ÖVP!“, umriss Kocevar die derzeitige Situation.


Deswegen sei es der SPÖ NÖ ein wichtiges Anliegen gewesen, eine Petition an die Bundesregierung zu starten – derzeit gibt es bereits 1.100 Online-Unterschriften sowie etwa 2.000 persönliche Unterschriften auf Listen. Aufgrund der Betroffenheit vieler Menschen wird die Eintragungsfrist verlängert, kündigten Schnabl, Schmidt und Kocevar an: „Unsere Petition soll helfen, ÖVP und Grüne endlich wachzurütteln und für einen geregelten Ablauf in den Schulen sorgen. Denn monatelang wurde dieses Thema nicht berücksichtigt und auch während der Sommerferien nicht aufgegriffen! Auszubaden haben dieses Chaos nun die SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen in unserem Bundesland!“


Petition „Corona-Schulchaos stoppen!“ läuft; des Weiteren pochen NÖ SozialdemokratInnen auf ein Offenbleiben der Pflichtschulen