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14.04.2021

Sidl zu WWF-Report: EU darf nicht zu globaler Ausbeutung beitragen

SPÖ-EU-Abgeordneter kritisiert zerstörerischen Umgang mit natürlichen Ressourcen und fordert Neuausrichtung der EU-Handelspolitik


Wie ein neuer Report des WWF zeigt, ist die EU für 16 Prozent der globalen Regenwald-Abholzung verantwortlich und liegt damit im weltweiten Ranking hinter China auf dem zweiten Platz. "Das ist ein unhaltbarer Zustand. Es kann nicht sein, dass wir hier in Europa mit dem Green Deal versuchen den Klimawandel aufzuhalten, aber die EU-Handelspolitik gleichzeitig dazu führt, dass der Regenwald abgeholzt wird", kritisiert SPÖ-EU-Abgeordneter Günther Sidl die widersprüchliche Haltung der EU und fordert ein klares Bekenntnis zum Umwelt- und Klimaschutz in allen Bereichen: "Die EU muss sich endlich ihrer globalen Verantwortung stellen und darf nicht länger zur Ausbeutung der Natur und der Arbeitskräfte auf anderen Kontinenten beitragen!"


Für Sidl steht daher fest, dass sich die EU endlich auf ein Lieferkettengesetz einigen muss, mit dem die Zerstörung der Umwelt, Ausbeutung und Kinderarbeit verhindert werden. "Die bisherige Handelspolitik hat nicht nur die Probleme in anderen Teilen der Welt verschärft - sie hat auch die regionalen Lebensmittelproduzenten immer stärker unter Druck gesetzt. Kleinbäuerliche Sturkturen wie in Österreich können nicht mit den Importen konkurrieren", betont Sidl, der eine Neuausrichtung der EU-Handelspolitik und einen neuen Fokus in der Lebensmittelproduktion einmahnt: "Regionalität und Nachhaltigkeit müssen ganz klar Vorrang haben. Die Menschen wollen wissen, woher ihre Lebensmittel stammen und unter welchen Umständen sie produziert wurden. Da hat die EU noch viel Aufholbedarf."