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06.04.2021

Sidl: Keine Tricksereien bei Herkunftsbezeichnungen

SPÖ-EU-Abgeordneter fordert volle Transparenz für KonsumentInnen - Wo Österreich draufsteht, muss Österreich drin sein


Wie kürzlich auch wieder von Greenpeace Österreich festgestellt wurde, lassen die EU-Richtlinien nach wie vor Möglichkeiten für Tricksereien bei der. Lebensmittel-Herkunftskennzeichnung zu. Während bei unverarbeiteten Lebensmitteln wie Obst oder Gemüse klar gekennzeichnet werden muss, aus welchem Land die Lebensmittel stammen, fehlen solche klare Regelungen bei verarbeiteten Lebensmitteln. "Es kann nicht sein, dass Fleisch aus Spanien der Hauptbestandteil von Tiroler Speck ist, für den es eine geschützte Herkunftsbezeichnung gibt. Die Konsumentinnen und Konsumenten müssen klar erkennen können, woher die Zutaten für die Produkte stammen", sieht SPÖ-EU-Abgeordneter Günther Sidl Nachbesserungsbedarf bei Herkunftsbezeichnungen und fordert: "Wo Österreich draufsteht musss auch Österreich drin sein! Das stärkt nicht nur den Konsumentenschutz, sondern auch jene Produzenten, die mit den österreichischen Bauern zusammenarbeiten."

 

"Österreich ist der Feinkostladen Europas - diese hochqualitative regionale Lebensmittelherstellung müssen wir schützen", so Sidl, der will, dass die EU vom österreichischen best-practice Beispiel lernt: "Unsere Landwirtschaft ist von kleinbäuerlichen Strukturen geprägt, die bei allem was sie tun, auch an die nächste Generation denken. Das ist gelebte Nachhaltigkeit, die der Standard in der ganzen EU sein muss." Der dafür notwendige Umdenk-Prozess hat aber laut Sidl noch nicht die gesamte EU erfasst.