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12.03.2021

Schnabl/Sidl zum Weltverbrauchertag: „Lieferkettengesetz – damit keine Kinderarbeit mehr in deiner Kleidung steckt!“

Am 15. März ist Weltverbrauchertag, an dem seit dem Jahr 1983 auf die Rechte der KonsumentInnen aufmerksam gemacht wird. Bereits US-Präsident J. F. Kennedy, auf den der Welttag zurückgeht, nannte das Recht vor betrügerischer oder irreführender Werbung und Kennzeichnung geschützt zu werden. „Wenn wir wissen, dass es weltweit in der Produktion bzw. in der Lieferkette immer wieder Verstöße gegen Menschenrechte und geltende Umweltstandards gibt, so muss der Gesetzgeber für die KonsumentInnen einschreiten. Die Sicherheit der VerbraucherInnen, auf Produkte zugreifen zu können, die nicht durch Kinderarbeit, Lohndumping oder Nichteinhaltung von Umweltauflagen erzeugt wurden, ist essentiell. Niemand will mit schlechtem Gewissen ein T-Shirt überstreifen müssen oder Gebrauchsgegenstände verwenden, die durch die Ausbeutung von ArbeitnehmerInnen gefertigt wurden“, zeigt sich LHStv. Franz Schnabl, zuständiges Regierungsmitglied für Konsumentenschutz, überzeugt.

 

„Das EU-Parlament hat dazu am 10. März einen wichtigen Schritt gesetzt“, weiß Dr. Günther Sidl, Abgeordneter zum europäischen Parlament, nach der Abstimmung der Eckpunkte für ein europäisches Lieferkettengesetz im EU-Parlament: „Es darf nicht sein, dass international agierende Konzerne auch nur irgendeinen Vorteil dadurch erhalten, indem Menschen ausgebeutet werden und unsere Umwelt verschmutzt wird. Jeder Mensch hat das Recht auf eine menschenwürdige Arbeit unter fairen und sozialen Bedingungen. Vom Klimaschutz profitieren schließlich alle Menschen auf der Welt.“

 

Ende März wird diesbezüglich die Bundes-SPÖ auch einen entsprechenden Antrag in den Nationalrat einbringen. Gemeinsam fordert man die rasche Vorlage eines Gesetzes durch die europäische Kommission ein und möchte intensiv darauf hinwirken, dass KonsumentInnen nicht mehr das Kleingedruckte lesen müssen, um Gewissheit zu haben, dass die Einhaltung von Menschenrechten und der Umweltschutz in vollem Umfang gewährleistet sind. Schnabl und Sidl abschließend: „Profite von Großkonzernen dürfen nicht länger auf Kosten der Menschen und der Umwelt gehen. Wir wollen, dass alle Warenverkäufe bzw. angebotenen Dienstleistungen auf Basis von Regeln vonstattengehen, die der gesamten Lieferkette entlang gleichermaßen gelten.“

 

Gemeinsam unterstützen die beiden die Kampagne der Treaty Allianz Österreich „Menschenrechte brauchen Gesetze! Damit Lieferketten nicht verletzen.“ Alle Infos zur Kampagne: www.menschenrechtebrauchengesetze.at.

KonsumentInnen müssen sich der Einhaltung höchster Menschenrechts- und Umwelt-Standards - von der Produktion, über die Lieferung bis hin zum Verkauf - sicher sein können