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05.05.2021

Schnabl/Sidl: Niederösterreich ist der Feinkostladen Europas

Gemeinden erhalten eine Auszeichnung für Vorzeige-Projekte regionaler Vermarktung

 

„Die Corona-Krise hat gezeigt, dass nicht nur Internetgiganten profitiert haben, sondern auch der Bio- bzw. Dorfladen mit Lebensmitteln aus der Gegend an Bedeutung gewonnen hat“, erklärt der für Konsumentenschutz zuständige LHStv. Franz Schnabl: „Die Sicherheit der Lebensmittel in Niederösterreich ist mir oberstes Anliegen. Neben den heimischen Waren im Großhandel sind auch Direktvermarkter und Dorfläden Garanten für beste Qualität. Daher möchte ich die Anstrengungen der Gemeinden für das Ermöglichen von regionaler Vermarktung prämieren und die besten Vorzeigeprojekte vor den Vorhang holen.“ Deswegen habe Schnabl gemeinsam mit dem niederösterreichischen Abgeordneten zum Europäischen Parlament Dr. Günther Sidl (Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) die Auszeichnung „Feinkostladen Europas“ für Gemeinden/Städte ins Leben gerufen, im Rahmen derer künftig Jahr für Jahr derartige Projekte prämiert werden.

 

Niederösterreich ist das größte Agrarland Österreichs. Es gibt rund 38.000 landwirtschaftliche Betriebe, jeder fünfte Arbeitsplatz am Land hängt direkt oder indirekt on der Landwirtschaft ab. Schon ein Drittel der LandwirtInnen vermarktet ihre regionalen und saisonalen Produkte Ab Hof oder auf Bauernmärkten – damit werden 16.000 Arbeitsplätze gesichert: „Klar ist: Wenn wir davon reden, die Lebensqualität in den Regionen zu stärken, dann leisten neben dem Breitbandausbau für ein stabiles Internet, praktikablen Verkehrsverbindungen und einem ganztägigen Kinderbetreuungsangebot, auch die regionalen Direktvermarkter und Nahversorger einen unverzichtbaren Beitrag dafür“, sagen Franz Schnabl und Günther Sidl: „Eier, Fleisch, Obst und Gemüse, Säfte, Marmeladen – frischer und regionaler aus von den Direktvermarktern, Hof- und Dorfläden geht es nicht.

 

Unsere Regionen stärken heißt mehr Unabhängigkeit von Lebensmittel-Importen

Ein klares Nein kommt von Schnabl und Sidl zum geplanten MERCOSUR-Abkommen: „Der Wunsch der Konsumentinnen und Konsumenten ist mehr Regionalität, mehr Nachhaltigkeit und mehr Bio-Produkte! Hier hat Niederösterreich eindeutig in Europa die Nase vorn. Unsere Gemeinden unterstützen diese Entwicklung sehr aktiv. Mit dieser Auszeichnung „Feinkostladen Europas“ wollen wir dies auch sichtbar machen.“

 

Ein weiterer positiver Effekt ist für den Abgeordneten zum Europäischen Parlament Günther Sidl, dass „wir unabhängiger von Lebensmittelimporten werden. Produkte aus Massenproduktionen die gentechnisch verändert sind oder mit Unmengen an Umweltgiften behandelt wurden, dürfen bei uns keinen Platz haben!“