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14.06.2020

Schnabl/Kocevar: Einmalzahlung für Arbeitslose ist Pflanzerei

Schnabl/Kocevar: Einmalzahlung für Arbeitslose ist Pflanzerei

Nettoersatzrate von 55 auf 70 Prozent muss kommen

„Die Coronakrise darf nicht zu einer Sozial- und Wirtschaftskrise werden“, übt der Landesparteivorsitzende der SPÖ Niederösterreich, LHStv. Franz Schnabl, an der Ankündigung der schwarz-grünen Bundesregierung, 450 Euro als Einmalzahlung für Arbeitslose gnadenhalber zu geben, starke Kritik und spricht sich vehement gegen die Fortsetzung der kalten, herzlosen und unsozialen Politik der Kurz-ÖVP aus.


„Die Einmalzahlung von 450 Euro ist eine Verhöhnung der unverschuldet in Arbeitslosigkeit geratenen Menschen. Angesichts der ebenfalls massiv gesunkenen Zahl freier Stellen ist mittelfristig mit einer durchschnittlich höheren Arbeitslosigkeit zu rechnen und mit nur geringen Chancen auf eine neue Beschäftigung. Zwar wundert mich diese kaltschnäuzige und asoziale Politik der Türkisen in Wahrheit nicht mehr, aber entsetzt bin ich vor diesem neuerlichen Kniefall der Grünen vor Kurz. Sie sind einfach nur mehr ein weiterer Bund der Türkisen und ganz sicher keine Partei mit Anspruch auf soziale Gerechtigkeit. Einfach nur zum Schämen“, verurteilt LHStv. Schnabl das fehlende Verständnis für die prekäre Lage der vielen Arbeitslosen


„Wir Sozialdemokraten treten weiterhin für eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes ein und fordern eine Nettoersatzrate von 55 auf 70 Prozent. Es ist jetzt jenen zu helfen, die in den vergangenen Monaten unverschuldet ihre Beschäftigung verloren haben und auch nicht durch das Kurzarbeitsmodell aufgefangen werden konnten. Sie brauchen nun ein angemessenes monatliches Einkommen, mit dem sie leben können“, hält der Parteivorsitzende fest.


Auch SPNÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar fordert die Regierung auf, endlich in die Gänge zu kommen. „Die Regierung muss dringend entsprechend handeln, wenn sie nicht will, dass hunderttausende Menschen durch Corona unverschuldet in die Armutsfalle geraten. Derzeit sieht es aber so aus, dass am Ende wieder jene zur Kasse gebeten werden, die nichts dafürkönnen“, so Kocevar abschließend.