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20.09.2020

Schnabl/Hundsmüller: „Aktive Lehrlingsmaßnahmen sind in NÖ von Nöten!“

„Mit allen Kräften gilt es eine ‚Generation Corona‘ zu verhindern! Ja, das kürzlich präsentierte NÖ Konjunkturprogramm ist grundsätzlich zu begrüßen – neben Initiativen, die zum wiederholten Male als etwas Neues verkauft werden, Stichwort Digitalisierung, ist jedoch von Ideen und aktiven Maßnahmen für Lehrlinge absolut nichts zu sehen! Wir verlangen daher explizit einen Plan, wie junge Menschen in unserem Bundesland von den Folgen der Krise so gut wie möglich geschützt werden können! Auch deshalb, weil wir wissen, dass möglicherweise Konkurse aufgrund von Krediten, wegen des Ausbleibens der versprochenen ‚schnellen Hilfen‘, lediglich nach hinten verschoben wurden und das Ausmaß der Krise noch gar nicht restlos abzuschätzen ist“, fordern der Landesparteivorsitzende der SPÖ NÖ, LHStv. Franz Schnabl und der Klubobmann der SPÖ NÖ, LAbg. Reinhard Hundsmüller, konkrete Pläne.

 

Schnabl pocht darauf, der Jugendarbeitslosigkeit unbedingt jetzt entgegenzusteuern, um in einigen Jahren und Jahrzehnten nicht vor unlösbaren Problemen zu stehen: „Abgesehen von den tausenden Einzelschicksalen, sehe ich durch ÖVP/Grün unseren Sozialstaat schwer gefährdet, wenn wir nicht sofort damit beginnen, jungen Menschen eine Lehrstelle anzubieten und ihnen Perspektiven im Leben zu geben. Wenn viele Betriebe in unserem Land aktuell schwer zu kämpfen und die Ressourcen nicht haben, Lehrlinge auszubilden, kann der öffentliche Bereich, sprich die Gemeinden, einspringen und die Funktion der Lehrlingsausbildung zu einem gewissen Teil übernehmen. Wie überall, braucht es hier jedoch den Willen und den Mut, neue Wege zu gehen! Beginnend mit einem klaren Bekenntnis zu unseren Kommunen und dem Bestreben, ihnen den vollen Einkommensentfall der Krise abzugelten, um den Menschen die gewohnten Leistungen in ihrem Umfeld zu bieten, können die Kommunen Lehrlinge ausbilden und so einen wichtigen Teil beitragen, um Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern!“

 

Klubobmann Hundsmüller kündigt diesbezüglich an, das Thema in der kommenden Woche in den NÖ Landtag zu holen: „In einer Aktuellen Stunde ‚Standortsicherung jetzt!‘ wollen wir Ansätze und Lösungen diskutieren und gemeinsam einen Weg finden. Die kürzlich stattgefundene Demokratie-Enquete hat die Bereitschaft aller im Landtag vertretenen Fraktionen gezeigt, gemeinsam für Niederösterreich etwas bewirken zu wollen – wir nehmen diese beim Wort und gehen davon aus, dass es hier keine Alleingänge mehr geben wird. Zusammen können wir es schaffen, künftig genügend Lehrstellen in Niederösterreich anzubieten und Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern. Schluss mit Inszenierungen und her mit echten Lösungen, welche unseren Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern zugutekommen!“


Vorgestelltes NÖ Konjunkturprogramm ist grundsätzlich zu begrüßen, lässt jedoch Initiativen für junge Menschen gänzlich vermissen; NÖ verbucht bei der Anzahl der Lehrlinge seit 2007 einen Rückgang von rund 15 Prozent – Corona als zusätzlicher Risikofaktor