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06.09.2021

Schnabl stellt Faßmann essentielle Fragen in offenem Brief zum Schulstart

Bei beinahe jedem Gespräch, das LHStv. Schnabl über den Sommer geführt hat, war eine der zentralen Fragen: „Wie wird es wohl im Herbst in den Schulen weitergehen?“


Bereits die Sommerschule habe gezeigt, meint LHStv. Franz Schnabl, „dass nach 18 Monaten Pandemie noch immer vielerorts, von der Bundesregierung verursachtes Chaos herrscht. Zu wenig, zu spät, zu zögerlich – das gilt für die Corona-Politik der Bundesregierung, insbesondere in Sachen Bildungsbereich.“


Das hat Schnabl dazu bewegt einen Brief an Bundesminister Faßmann zu schreiben, in der einige der vielen offenen Fragen zu lesen sind: „Es ist mir ein Anliegen, dass die Sicherheit und der Lernerfolg der Kinder und Jugendlichen zu jeder Zeit gewährleistet ist. Daher lade ich den Bildungsminister ein, Vorschläge zu diskutieren und gemeinsam die notwendigen Schritte zu setzen.“


Aus pandemischer und bildungspolitischer Sicht stellen sich eine Vielzahl von Fragen: Ist das Testregime – mit zwei Anti-Gen- und einem PCR-Test praktikabel? Warum setzt man erst jetzt auf Luftreinigungsgeräte und warum wurde von Ihrer Seite die Beschaffung nicht früher auf Schiene gebracht, damit die Klassen bereits vor Schulstart damit ausgestattet werden konnten? Wie soll „Mobbing“ zwischen geimpften und ungeimpften Schüler*Innen sowie weiteren Personen (Lehrer*innen, etc.) im Schulbetrieb verhindert werden? Wie sollen Eltern/Alleinerziehende bei Quarantänemaßnahmen für die Kinder vorgehen, wenn kein Pflegeurlaub oder Urlaub mehr zur Verfügung steht? Wie sollen die Lerndefizite der Schüler*innen aufgeholt werden? Was wollen Sie unternehmen, damit die Schulabmeldungen im nächsten Sommer nicht weiter zunehmen? Warum sind zum Schulstart 2021/2022 die versprochenen Laptops für die 5. und 6. Schulstufe noch immer nicht ausgeliefert? Gibt es Ihrerseits einen konkreten Plan für die Abschlussjahrgänge 2022?


Abschließend spricht Schnabl ein Thema an, welches ihm besonders am Herzen liegt. Die Sommerschule. Um Lerndefizite zu beseitigen ist sie eine wichtige Einrichtung, damit ALLE Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet ins neue Schuljahr starten können. In der Organisation kam es leider in der Vergangenheit zu teils groben Mängeln. Das Kernproblem: Zu wenig Lehrpersonal für ‚zu viele‘ Anmeldungen. Daher ein sehr konkreter Vorschlag für die Sommerschule 2022 in Niederösterreich: 10.000 Sommerschulplätze, rund 800 Sommerschulklassen, 3 Wochen Unterricht und Ferienbetreuung, beitragsfrei und in Kooperation mit den Gemeinden und Vereinen vor Ort. Was es dazu braucht: eine gute Vorbereitung, mit der wir heute beginnen müssen, die notwendigen finanziellen Mitteln sowie den politischen Willen, die Sommerschule als dauerhafte Einrichtung auf zukunftsfitte Beine zu stellen. – Die SPÖ NÖ ist bereit ihren Teil dazu beizutragen, ALLEN Kindern einen guten Schulstart zu ermöglichen – also Herr Minister, gehen wir es gemeinsam an!“


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