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26.03.2021

Schmidt/Suchan-Mayr ad Faßmann: „Einmal mehr grüßt das Murmeltier! DirektorInnen, PädagogInnen, Eltern und SchülerInnen werden ignoriert!“

Fassungslos zeigt sich die Bildungssprecherin der SPÖ NÖ, LAbg. Elvira Schmidt, selbst Direktorin einer NMS, über die von ÖVP-Minister Faßmann verkündeten Maßnahmen, welche in Kürze zur Umsetzung kommen werden: „Wieder einmal werden DirektorInnen, PädagogInnen, Eltern und SchülerInnen vollkommen vom Informationsfluss ausgeschlossen und vor vollendete Tatsachen gestellt! Ob es in der Woche nach Ostern eine Betreuungssituation an den Schulen geben wird, wurde mit keinem Wort erwähnt und die Verantwortung somit wieder gekonnt abgeschoben! In diesem Zusammenhang stellt sich auch erneut die Frage der Sonderbetreuungszeit: Zwar gibt es einen Rechtsanspruch darauf, wenn eine Klasse oder Schule behördlich geschlossen wird oder SchülerInnen in Quarantäne müssen, jedoch nicht, wenn eine Ersatzbetreuung angeboten wird – wann und wie erfahren also Eltern, ob es in der Woche nach Ostern einen Anspruch auf Sonderbetreuungszeit gibt?“


Auch der Bereich der Elementarpädagogik, sprich der Kindergarten, wurde zum wiederholten Male nicht mit einem einzigen Wort erwähnt, so Familiensprecherin LAbg. Kerstin Suchan-Mayr:

„Wie sollen Familien eine Betreuung ihrer Liebsten gewährleisten, wenn nicht einmal die Verantwortlichen in den Kindergärten und Schulen über die Abläufe Bescheid wissen? Dieses planlose Gezaudere der Bundesregierung ist einfach schrecklich!


Die abermalige Umstellung auf Distance-Learning ist gleichbedeutend mit dem Bildungsraub an SchülerInnen und einer unüberwindbaren Hürde für Familien, so Schmidt: „Bis zum heutigen Tage konnten Maturantinnen und Maturanten ca. 60 Tage lang im gesamten Schuljahr in den Präsenzunterricht und alle anderen SchülerInnen lediglich in etwa 50 Tage. Das ist schlicht und einfach viel zu wenig! Mit der erneuten Umstellung nach Ostern geht der Bildungsraub an unseren Kindern und Jugendlichen weiter – der Stoff ist nicht mehr aufzuholen! Des Weiteren wurde mit keinem Wort erwähnt, dass MaturantInnen nur noch wenige Tage Präsenzunterricht an den Schulen haben und wie deren Vorbereitung auf diese wichtigen Prüfungen ablaufen soll!“


Abschließend betonen Schmidt und Suchan-Mayr, dass die Aufgaben für Familien nach über einem Jahr nicht mehr zu stemmen seien: „Zu all den Problemen rund um den Kindergarten und die Schule kommt für die Eltern die Erschwernis, Homeoffice, Homeschooling, Haushaltsaufgaben, etc. unter einen Hut zu bekommen! Dass psychische Erkrankungen in dieser Zeit massiv auf dem Vormarsch sind, ist leider nicht verwunderlich und haben ÖVP und Grüne mit ihrer Planlosigkeit und dem Abtreten von Verantwortung auf unsere Familien zu verantworten!

Abermals werden Maßnahmen kurzfristig in Pressekonferenzen verkündet, ohne vorab Betroffene zu informieren; Unlösbare Betreuungssituation wird Familien zugeschanzt