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27.07.2021

Schmidt/Schnabl/Bauer zu Equal Pension Day: „Sichere Pensionen – Wir fordern mehr für Frauen!“

Frauen bekommen in Österreich im Schnitt etwa halb so viel Pension wie Männer. Das muss sich endlich ändern. Der bundesweite Equal Pension Day – jener Tag an dem Männer bereits so viel Pension erhalten haben wie Frauen bis Jahresende – findet dieses Jahr am 1. August statt. In Niederösterreich bekommen Frauen sogar schon drei Tage früher, ab 29. Juli keine Pension mehr. Der Pensionsunterschied zwischen Frauen und Männern beträgt in ganz Österreich 41,6 Prozent – in NÖ sogar 42,4 Prozent. Die SPÖ NÖ, SPÖ NÖ-Frauen und Pensionistenverband NÖ fordern daher ein Paket für sichere Pensionen – nicht nur für NÖ sondern für die ganze Republik. SPÖ NÖ Landesfrauenvorsitzende LAbg. Elvira Schmidt, LHStv. Franz Schnabl und PVNÖ-Landespräsident Hannes Bauer zeigen sich unisono erschüttert über die Gleichgültigkeit gegenüber den Frauen in diesem Land, die wie Bürger zweiter Klasse behandelt werden: „Durch die Corona-Krise sind die Belastungen für Frauen noch zusätzlich gestiegen. Noch dazu hat die türkis-grüne Regierung im vergangenen Jahr Kürzungen für angehende PensionistInnen beschlossen. Das ist ein Skandal. Wir müssen jetzt alles dafür tun, damit Frauen von ihrem Einkommen und ihrer Pension leben können!“

 

„Der Politik der verbrannten Erde, mit der Schwarz-Grün und davor Schwarz-Blau im Eiltempo voranschreiten, den österreichischen Sozialstaat niederzureißen, kann und muss man schleunigst Maßnahmen entgegensetzen! Sonst sehen wir in Österreich bald ähnliche Bilder, wie wir sie nur aus dem Ausland kennen - wo PensionistInnen, um der Altersarmut zu entgehen, Pfandflaschen sammeln und Gemüse aus dem eigenen Garten verkaufen“, zeichnet LAbg. Schmidt eine Zukunftsvision, die es mit allen Mitteln zu verhindern gilt. Und weiter: „Ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung wäre schon, der Pensionsschere die scharfe Klinge zu nehmen und die Anrechnung der Kinderbetreuungszeiten für langjährige Hausfrauen und Mütter auf eine zeitgemäßes Niveau anzuheben - statt 110 Euro müssen zukünftig 160 Euro pro Monat angerechnet werden und für Frauen, die schon jetzt in Pension sind und Kindererziehungszeiten aufweisen, muss diese Extra-Pension von 50 Euro pro Monat pauschal auf die normale Pension aufgeschlagen werden!“

 

Für LHStv. Franz Schnabl, Landesparteivorsitzender der SPÖ NÖ ist Sicherheit der bestimmende Gedanke – Sicherheit am Arbeitsplatz und in der Pension: „Gerade der die Belastungen der Corona-Pandemie und der Einsatz der SPÖ Niederösterreich in den vergangenen Monaten für Vollbeschäftigung und 80.000 neue Arbeitsplätze in NÖ hat aufgezeigt, dass es vor allem in den wirklichen Schlüssel-Branchen des Arbeitsmarktes an Wertschätzung und echter Sicherheit fehlt!“ Bei allem Applaus der Bundesregierung für die ‚Helden der Pandemie‘ werde gerne vergessen, dass Pflege – sowohl Alten- als auch Krankenpflege – nicht nur eine enorme Leistung für unsere Gesellschaft sondern vor allem eines sei: Schwerstarbeit. Und Schnabl weiter: „Deshalb fordern wir den Zugang zur Schwerarbeitspension ab 60 Jahren für Pflegekräfte – denn es ist höchste Zeit, diesen wichtigen Einsatz für unsere Gemeinschaft endlich anzuerkennen und Pflegekräfte zu entlasten. Denn viele können diese schwere Arbeit nicht bis zum Alter von 65 leisten.“

 

„Mitten in einer Pandemie mit allen ihren wirtschaftlichen und psychologischen Auswirkungen war die Abschaffung der Hacklerregelung eine der niederträchtigsten Handlungen. Es ist unfair und ungerecht, dass bei Durchschnittspensionen von 957 Euro bei Frauen (bzw. 1.863 Euro bei Männern) pro Monat Menschen, die 45 Arbeitsjahre haben, mit Abschlägen von bis zu 5.000 Euro pro Jahr bestraft werden. Das trifft jene, die maßgeblich zum Wohlstand unseres Landes beigetragen haben, die unser Land am Laufen gehalten haben und die diese Krise meistern, besonders hart.“ Der von Türkis-Grün beschlossene „Frühstarterbonus“ sei kein Ersatz für die abschlagsfreie Pension nach 45 Jahren: Der Frühstarterbonus bringe max. 60 Euro brutto im Monat mehr Pension, allerdings nur für jene, die auch 60 Monate zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr gearbeitet haben.

 

Einig sind sich Schmidt, Schnabl und Bauer abschließend sowieso, dass die Bestrafung von rund 100.000 NeupensionistInnen fallen müsse:

„Angehenden PensionistInnen wird die Pension für die gesamte Bezugsdauer gekürzt, weil sie mit der ersten Anpassung nicht die volle Inflationsabgeltung erhalten, sondern wie von Türkis-Grün beschlossen lediglich eine aliquote Pensionserhöhung – abhängig vom Monat des Pensionsantritts. Dieser Pensionsraub muss zurückgenommen werden!“