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21.10.2020

Schmidt: „Armut ist weiblich und wird durch Corona verstärkt!“

Die Corona-Krise hat enorme Auswirkungen auf die Beschäftigung, insbesondere auf jene von Frauen. Ende September 2020 waren niederösterreichweit rund 63.445 Personen von Arbeitslosigkeit (inklusive Schulungen) betroffen, davon 31.021 Frauen. Die neuesten Zahlen belegen, dass die Arbeitslosigkeit von Frauen langsamer sinkt als jene von Männern. Frauen sind länger und öfter arbeitslos und erhalten, zum Teil auch durch Teilzeitbeschäftigung, ein niedrigeres Arbeitslosengeld als Männer.


Die SPÖ NÖ brachte in der Spezialdebatte zum Nachtragsbudget deshalb einen Antrag mit frauenpolitischen Schwerpunkten in der Arbeitsmarktpolitik ein, der für Chancengerechtigkeit sorgen soll, wie Landesfrauenvorsitzende, LAbg. Elvira Schmidt betonte: „Die COVID-19-Krise verstärkt die soziale Ungleichheit zwischen Frauen und Männern in Niederösterreich! Fehlende Aktivitäten verschärfen diese soziale Krise weiter und stürzen insbesondere Frauen in die Armut. Es braucht daher dringend spezielle Förderprogramme, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen mit klarem frauenpolitischem Fokus, den Ausbau öffentlicher, qualitativ hochwertiger Infrastrukturen für die Bereiche Pflege, Gesundheit, Kinder- und Jugendbildung sowie die Stärkung sozialer Dienstleistungen in Form des Ausbaus und einer deutlicher Erhöhung der Finanzmittel an die psychosozialen Beratungseinrichtungen im frauen-, arbeitsmarkt-, gesundheits- oder gewaltschutzpolitischen Bereich. Des Weiteren fordern wir die sofortige Festlegung der Verwendung von zumindest 50 Prozent des AMS Förderbudgets für Frauen und dass die geplante Arbeitsstiftung klare frauenpolitische Schwerpunkte setzen muss!"


Elvira Schmidt abschließend:

"All diese Schritte werden nötig sein, um Frauen vor Armut – sei es jetzt oder in der Zukunft – zu bewahren und ihnen die Möglichkeit zu geben, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen!“

SPÖ NÖ fordert im Landtag frauenpolitische Schwerpunkte in der Arbeitsmarktpolitik