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22.10.2020

Schindele: „Verhalten von ÖVP NÖ ist an Unmenschlichkeit nicht zu überbieten!“

Die niederösterreichischen SozialdemokratInnen haben im NÖ Landtag einen Antrag eingebracht, der zum Ziel hatte, 100 schutzbedürftige Kinder aus Lagern auf den griechischen Inseln, insbesondere aus Moria, in Niederösterreich aufzunehmen. Integrationssprecherin LAbg. Kathrin Schindele betonte in ihrer Rede, dass man dem unmenschlichen Treiben nicht länger tatenlos zusehen könne:

„Die Zustände in den Flüchtlingslagern in Griechenland sind menschlich untragbar! Österreich hat sich an Ländern wie Deutschland und Frankreich zu orientieren und sich am EU-Programm zu beteiligen. Es ist eine Schande, Menschen im Dreck hausen zu lassen und nichts dagegen zu unternehmen! Es war leider zu erwarten, dass der ÖVP NÖ diese Menschen vollkommen egal sind! Und auch auf Bundesebene zieht die türkis-grüne Bundesregierung ihre Politshow skrupellos durch – denn deren Vorhaben, den Menschen vor Ort zu helfen, ist augenscheinlich kläglich gescheitert, da die vor einigen Wochen groß inszenierte Lieferung von Hilfsgütern, dem Vernehmen nach noch in Athen lagert und vermutlich niemals bei den Kindern in Moria ankommen wird!“


Einmal mehr rief Schindele dazu auf, die Griechinnen und Griechen bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise nicht alleine zu lassen: „Dass die GriechInnen und der griechische Staat sei Jahren mit den Problemen der Flüchtlingskrise allein gelassen werden ist in Wahrheit ein Versäumnis, für das sich in Österreich hauptverantwortlich der langjährige Integrations- und Außenminister und jetzige Bundeskanzler Sebastian Kurz verantwortlich zeigt. Wir brauchen dringend ein gesamteuropäisches Konzept, dass Schutzsuchenden Unterstützung gewährt: Das beginnt bei - an den EU-Außengrenzen - positionierten Verfahrenszentren mit menschenwürdigen Unterkünften und geht über einen Aufteilungsschlüssel bis hin zu einem geordneten Frontex-Einsatz. Und dieses Konzept brauchen wir nicht morgen, sondern am besten noch heute! Dazu ist Österreich und die gesamte Europäische Union verpflichtet!“

SPNÖ-Antrag zur Aufnahme von 100 schutzbedürftigen Kindern von ÖVP und FPÖ abgelehnt