Hauptinhalt

24.09.2020

Pfister: „ÖVP NÖ fehlt das Bekenntnis zu den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern!“

Der Arbeitnehmersprecher der SPÖ NÖ, LAbg. Rene Pfister, kritisierte in seiner Rede im NÖ Landtag zur Aktuellen Stunde der SPÖ „Standortsicherheit jetzt!“, dass im kürzlich von LH Mikl-Leitner und LR Danninger präsentierten, mickrig wirkenden NÖ Konjunkturprogramm arbeitsmarktpolitische Fragen gänzlich ausgeklammert wurden:

„Dieser Umstand zeigt eindeutig, dass der ÖVP NÖ die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gänzlich egal sind! Es finden sich weder öffentliche Beschäftigungsprojekte und -initiativen für ältere Arbeitslose und all jene, die bereits seit längerer Zeit ohne Job sind wieder, noch finden wir aktive Maßnahmen für Lehrlinge und die damit verbundenen Lösungen für die Zukunft!“


Was es nun braucht, so Pfister, ist ein ÖVP-Bekenntnis zu den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Niederösterreich: „Es kann nicht sein, dass große Betriebsschließungen schweigend hingenommen und die Firmen in unserem Bundesland mit ihren Problemen alleine gelassen werden. Wir brauchen kräftige Impulse für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich, verbunden mit den großen Fragen der Zukunft! Wie bringe ich die, durch die Covid-19-Krise arbeitslos gewordenen Menschen wieder in Beschäftigung? Und wie schaffen wir es insbesondere jungen Menschen eine Perspektive zu geben? Wenn viele Betriebe in unserem Land aktuell schwer zu kämpfen und die Ressourcen nicht haben, Lehrlinge auszubilden, dann muss es zu einer massiven Aufstockung der überbetrieblichen Ausbildungsplätze kommen. Genauso kann der öffentliche Bereich, sprich die Gemeinden, einspringen und die Funktion der Lehrlingsausbildung zu einem gewissen Teil übernehmen. Wie überall, braucht es hier jedoch den Willen und den Mut, neue Wege zu gehen!


Mit zaghaften Zugeständnissen und im Vergleich zu den anderen Bundesländern dürftigen Hilfs-Paketen werde man die Menschen nicht in Beschäftigung halten und schon gar nicht in Beschäftigung bringen können, betonte Pfister abschließend: „Stur auf alten Pfaden zu wandeln, weil man die verstaubten Ansichten von vorgestern nicht beiseitelegen kann, wird uns in dieser aktuell herausfordernden Zeit in Niederösterreich nicht weiter bringen! Die großen Betriebsschließungen in Hirschwang, in Amstetten oder auch im oberösterreichischen Steyr, wo wir mit mehreren hundert Jobverlusten zu kämpfen haben, sind lediglich die ersten Vorboten, wenn wir in dieser Art und Weise der ÖVP NÖ ‚weiterwurschteln‘. Denken Sie endlich um und bringen wir Niederösterreich und unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf die Überholspur! Stärken wir endlich unsere Betriebe und unsere Gemeinden und sorgen wir dafür, dass die Menschen in unserem Bundesland einen guten Job haben und dass für junge Menschen in unserem Bundesland genügend Lehrplätze für eine erfolgreiche Zukunft zur Verfügung stehen!“

Aktive Maßnahmen für Lehrlinge gefordert, um massive Jugendarbeitslosigkeit in NÖ in den kommenden Jahren zu verhindern; verheerende Situation auf dem Arbeitsmarkt wird sich weiter zuspitzen