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24.11.2022

Neukonzeption der medizinischen Akutversorgung gestartet

Die Zukunft der medizinischen Akutversorgung in Niederösterreich wurde gestern, Dienstag, bei einer auf Einladung von NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig im NÖ Landhaus stattgefundenen Kick-off-Veranstaltung, an der Vertreterinnen und Vertreter der Rettungsorganisationen, der Ärztekammer, Gemeinden, Sozialversicherung, Landesgesundheitsagentur und des Landes NÖ teilnahmen, thematisiert. „Wir stehen in der Akutversorgung vor vielfältigen Aufgabenstellungen. Vor allem die Entwicklungen der letzten Jahre führen derzeit das System immer wieder oder vereinzelt an seine Leistungsgrenzen. Deshalb ist nun eine breit angelegte Betrachtung der Gesamtsituation notwendig geworden, um die bestmögliche Versorgung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher weiterhin sicherzustellen“, betonte das für das Rettungswesen zuständige Mitglied der NÖ Landesregierung zu Beginn.

 

Die Kostensteigerungen, die Attraktivierung der notärztlichen Tätigkeit, die hohe Alarmierungshäufigkeit, der Einsatz des bestgeeigneten Rettungsmittels oder die Abstimmung des Notarztsystems mit dem niedergelassenen Bereich seien Punkte, die aktuell stark in Diskussion stünden und entsprechende Lösungen erforderten. Dafür werde nun eine evidenzbasierte Entscheidungsgrundlage in einem eigenen Prozess erarbeitet, gab Königsberger-Ludwig bekannt.

 

„Nach der Analyse der Ist-Situation werden Gespräche mit allen Systempartnern stattfinden. In der dritten und letzten Phase wird der Dialog mit den Trägern der Akutversorgung und Rettungskette vor Ort geführt, damit die Verbesserungsvorschläge aus der Praxis in das Konzept aufgenommen werden können“, skizzierte die Landesrätin den geplanten Projektablauf.

 

Die Ergebnisse werden dem Landessanitätsrat in seiner Funktion als Beratungsorgan der Landesregierung bei zentralen Fragen der Gesundheit vorgelegt. Dieser wiederum werde die erforderlichen Maßnahmen für die Absicherung des Systems in einem eigenen Gutachten der Landesregierung zur Beschlussfassung vorlegen, so Königsberger-Ludwig: „Dabei sollen alle Aspekte der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie der Rettungsmittel berücksichtigt und eine optimale Versorgung im akutmedizinischen und notärztlichen Bereich sichergestellt werden.“ 


Evidenzbasierte Entscheidungsgrundlage bis Sommer erwartet