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26.02.2022

Netzl/Heinzl: Sobotka ist nach fragwürdigen historischen Vergleichen untragbar

„Sobotka ist nach mehr als fragwürdigen und unerträglichen historischen Vergleichen inakzeptabel als Parlamentspräsident, in der zweithöchsten Funktion der Republik Österreich“, kommentieren der Bundes-Vorsitzende des Bundes sozialdemokratischer Freiheitskämpfer Dr. Gerald Netzl und der Landes-Vorsitzende Anton Heinzl, die Geschichtsvergleiche Sobotkas im Club 3-Gespräch.

 

Sobotka setze die Lage der Ukraine mit Österreich 1945 gleich – also den Angriffskrieg Russlands mit der Befreiung Österreichs vom NS-Regime. Die Forderung, er solle den Vorsitz im U-Ausschuss abgeben, setzte er mit der Ausschaltung des Parlaments 1933 gleich. „Das ist eine Schande, eine Aussage, die fassungslos macht. Er muss sich bei allen Österreicher*innen für diese Verletzung des Ansehens Österreichs entschuldigen und zurücktreten. Er ist in seinem Amt untragbar“, erklärt Netzl.

 

„Die Äußerungen Sobotkas zeichnen ein erschütterndes, dramatisches Bild vom Geschichtsverständnis der Volkspartei“, zeigt sich Heinzl erschüttert: „Es ist einfach unfassbar, dass die Ausschaltung des Parlaments 1933 mit der Forderung, den Vorsitz im U-Ausschuss wegen Befangenheit zurückzulegen, gleichgesetzt wird und Kriegsflüchtlingen, die um ihr Leben laufen, die entsprechende Hilfe mit abenteuerlichen Vergleichen im Zusammenhang mit dem Jahr 1945 abgesprochen wird. Hier werden historische Fakten völlig ignoriert und bewusst beiseitegeschoben.“

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