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29.05.2020

LRin Ulrike Königsberger-Ludwig zu Landes-GesundheitsreferentInnenkonferenz

LRin Ulrike Königsberger-Ludwig zu Landes-GesundheitsreferentInnenkonferenz

Grippe-Impfung, Erweiterung des e-Impfpasses, die Aktualisierung des Pandemieplans auf Bundesebene und die Attraktivierung des öffentlichen Gesundheitsdienstes zentrale Diskussionspunkte der Video-Tagung

Die Covid-19-Pandemie und deren langfristige Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem standen im Mittelpunkt der heutigen Beratungen der GesundheitslandesrätInnen. Eines der zentralen Themen für die NÖ Gesundheits-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig ist die Erhöhung der Durchimpfungsrate: „Die Forcierung der Influenzaimpfung für die Impfsaison 2020/21 ist ein Gebot der Stunde. Hier ist es dringend geboten, mit einer leichten und niederschwelligen Zugänglichkeit aufzuwarten und ein Gratisangebot zu schaffen. Vor allem jene Risikogruppen, bei denen eine Covid-19-Infektion zu schwereren Verläufen führen würde, sollten aktiv angesprochen werden, um das Gesundheitssystem nicht über Gebühr zu belasten.“ Eine zentrale Rolle soll, laut Königsberger-Ludwig, dabei dem elektronischen Impfpass zukommen: „Wichtig ist, rasch die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, um die Funktionalitäten – etwa durch ein Erinnerungsservice - weiter ausbauen zu können.“

 

Königsberger-Ludwig hat in der Vergangenheit auch bereits mehrfach betont, dass es dringend einer Aktualisierung des nationalen Pandemieplans bedarf – auch dies war Inhalt der Video-Konferenz aller GesundheitslandesrätInnen mit dem Gesundheitsminister. Die Coronakrise stelle das Gesundheitssystem vor völlig neue Herausforderungen, da zwei zentrale Strategien des alten Influenza-Pandemieplans, nämlich Schutzimpfungen und antivirale Medikamente, noch nicht greifen würden, meint Königsberger-Ludwig:

„Was es braucht, ist die Überarbeitung des nationalen Plans, der von den Ländern immer wieder eingefordert wurde. Die Einheitlichkeit der Organisationsstrukturen und Meldewege müssten dabei ebenso einfließen, wie das Zusammenspiel auf europäischer Ebene dringend beleuchtet werden muss, bspw. in puncto einer akkordierten Beschaffungsstrategie und eines gemeinsamen zentralen Verteilungs- und Lagerungskonzepts.“

 

Abschließend bricht Königsberger-Ludwig wiederholt eine Lanze für den öffentlichen Gesundheitsdienst: „Gerade in der derzeitigen Situation einer Pandemie wird klar ersichtlich, wie essentiell ein starker öffentlicher Gesundheitsdienst ist. Die AmtsärztInnen sind seit Beginn der Krise rund um die Uhr im Einsatz und zentraler Dreh- und Angelpunkt schneller Reaktionen vor Ort – Stichwort: Quarantänemaßnahmen. Eine Attraktivierung des Berufsbildes ist unumgänglich, um ausreichend fundiert geschultes Fachpersonal für diese zentralen Positionen unseres Gesundheitssystems optimal besetzen zu können. Der Bund ist hier gefordert die Kompetenzen und Grundlagen zu schaffen, um diesen – nicht nur in Krisenzeiten – essentiellen Berufsstand auf höchstem Niveau aufrecht zu erhalten.“