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26.08.2020

LHStv. Schnabl unterstreicht zum Schulstart die Wichtigkeit von Planungssicherheit in Corona-Zeiten und finanzieller Unterstützung für die Familien in Niederösterreich

Der Schulstart steht wieder vor der Tür – es ist in Corona-Zeiten ein ganz besonders herausfordernder. Die Ungewissheit, ob die Corona-Ampel auf Rot umspringt, beschäftigt Eltern, Kinder und PädagogInnen. Wie jedes Jahr sind auch die Kosten am Schulbeginn eine schwere Belastung für die Familien in Niederösterreich. Der Verein Pro Konsument hat nützliche Tipps zum Schulstart zusammengetragen, die den NiederösterreicherInnen erfolgreich durch eine finanzaufwendige Zeit helfen sollen.

 

LHStv. Franz Schnabl, der auf seiner Tour durch die Gemeinden des Öfteren von Eltern und GemeindevertreterInnen auf die unsichere Situation im kommenden Schuljahr angesprochen wurde: „Die Sicherheit der Eltern, SchülerInnen und PädagogInnen steht in Corona-Zeiten an oberster Stelle. Sowohl die Sicherheit vor dem Virus durch zahlreiche Vorkehrungen in den Schulen als auch die Planungssicherheit ist zu gewährleisten. Gibt es ausreichend Betreuungsmöglichkeiten für arbeitende Eltern bei roter Ampel? Sind die SchülerInnen und PädagogInnen für erneutes ‚Distance Learning‘ ausreichend gerüstet? Oder verlieren unsere Kinder – aufgrund unzureichender Vorbereitung – erneut wichtige Bildungszeit? Ein Chaos durch unscharfe Gesetzes- und Erlassformulierung und mangelnder Vorbereitung auf Ebene der Bundesregierung – wie zuletzt bei den kilometerlangen Staus an unseren Grenzen ersichtlich – darf es beim Schulstart nicht geben. Wir werden wachsam sein, ob die Koalition auf Bundesebene zusammenwirkt, um einen reibungslosen Schulstart und Verlauf des Schuljahres zu gewährleisten.“Etwa müssten sich die Verantwortlichen auch rechtzeitig – und es ist dafür bereits fünf vor zwölf – die Frage stellen, ob es bei doch wieder notwendiger Teilung der Klassen zusätzlichen Platzes bedürfe. Vorstellbar sei für Schnabl die Verwendung öffentlicher Gebäude, deren Eignung aber bereits jetzt geprüft werden müsse.

 

Der Lockdown habe auch deutlich aufgezeigt, wie dringend notwendig eine Digitalisierungsoffensive – sprich: die Ausstattung der Kinder und Jugendlichen mit digitalen Endgeräten – an den Schulen wäre, meint Schnabl weiter: „Die Schulpolitik muss ausstattungstechnisch endlich den Sprung ins Jahr 2020 schaffen. Wie in der Kreisky-Ära der Gratis-Zugang zu Schulbüchern geschaffen wurde, muss es heute für alle SchülerInnen endlich den kostenfreien Zugang zu Laptop bzw. Tablet geben.“ Jede/r SchülerIn muss kostenfrei das digitale Schulbuch – den Laptop oder ein Tablet – zur Verfügung gestellt bekommen und die LehrerInnen müssen intensiv im Umgang mit den zahlreichen Möglichkeiten im digitalen Bereich geschult werden. „Dazu gehört nicht nur die Verwendung mit Suchmaschinen und das Arbeiten mit dem Endgerät“, weiß Schnabl, „sondern auch eine ausführliche Medienkompetenzschulung für social media-Kanäle, um die SchülerInnen über die Gefahren und den Umgang mit ‚fake news‘ aufklären zu können.“

 

Neben den Herausforderungen, die Corona an die Bildungspolitik stellt, sind die jährlich drohenden Kosten des Schulstarts für die Eltern zu bewältigen. Konsumentenschutz-LHStv. Schnabl: Der Schulstart ist eine der intensivsten Zeiten für die Geldbörsen von Familien. Der Vergleich macht also sicher!“ Der Preisunterschied bei Schultaschen kann mehr als 100 Euro betragen. Hierbei wären die Qualität und der Tragekomfort von entscheidender Bedeutung, meint Schnabl: „Wer von uns hat nicht noch die schwer beladenen Schultaschen und -rucksäcke unserer Kinder und Enkel in Erinnerung?“

 

Der Verein Pro Konsument stellt dazu jährlich Tipps zusammen und testet die Preisunterschiede im Warenkorb, beschreibt Mag. Manfred Neubauer: „Ein Starterpaket kann mit 101 Euro bis zu 318 Euro zu Buche schlagen – je nach gewähltem Handelsbetrieb. Daher kann der Preisvergleich das Haushaltsbudget deutlich entlasten.“ Es lohnt sich auch auf entsprechende Qualität und Haltbarkeit der Produkte spezielles Augenmerk zu legen. Letztendlich kann der Griff zu nachhaltigen Produkten ebenfalls eine Menge Geld sparen.

 

Bei der Schultasche sollte besonders auf hohe Qualität geachtet werden, um Haltungsschäden effektiv vorzubeugen, weiß Neubauer: „Die bepackte Schultasche einer/s Volksschülers/in sollte nicht schwerer als maximal ein Zehntel des Körpergewichts sein. Die leere Schultasche sollte nicht mehr als 1200 Gramm wiegen.“ Passgenauigkeit, orthopädisch geformter Rückenteil, der sich an die Wirbelsäule anpasst und eine signalwirksame Erkennbarkeit – das sind nur einige der Eigenschaften, die die ideale Schultasche mitbringen sollte.

 

Abschließend bedankt sich LHStv. Schnabl herzlich beim Verein Pro Konsument: „Hier wird nicht nur darauf geschaut, dass die KonsumentInnen in Niederösterreich Sicherheit genießen und vollinhaltlich informiert werden. Der Verein gewährleistet auch, dass die Eltern und SchülerInnen – in speziell herausfordernden Zeiten, wie dem Schulstart – sicher und gut beraten durch diese finanzintensive Zeit geführt werden.“

Verein Pro Konsument stellt Preisunterschiede für ein Schulstarterpaket von über 200 Euro fest