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17.07.2021

Königsberger-Ludwig/Suchan-Mayr zum Internationalen Tag der Gerechtigkeit: „Sagen wir Kinderarmut den Kampf an!“

„Es ist eine Schande, wenn es in einem der reichsten Länder der Welt noch Kinderarmut gibt. Rund 372.000 Kinder in Österreich sind von Armut betroffen oder bedroht – das entspricht jedem 5. Kind. Das kann und darf nicht sein, das wollen wir ändern“, betonen, die für Kinder- und Jugendhilfe zuständige Landesrätin Niederösterreichs Ulrike Königsberger-Ludwig und Familiensprecherin LAbg. Mag. Kerstin Suchan-Mayr zum Internationalen Tag der Gerechtigkeit und meinen weiter, dass Kinder aktuell unverschuldet in sehr ungleich verteilten Verhältnissen aufwachsen: „Mit Investitionen in Bildung, in die Gesundheitsversorgung, einer Unterhaltsgarantie oder finanziellen Hilfen beim Schulstart können wir Kinder aus der Armutsfalle bringen.“


Armut bei Kindern und Jugendlichen bedeutet zudem, dass diesen die gesellschaftliche Teilhabe verwehrt bleibt, was massive Auswirkungen auf ihre Zukunft hat, so Landesrätin Königsberger-Ludwig: „Nicht nur, dass Armut die sozialen Kontakte und die Bildungschancen einschränkt; Kinder werden ausgegrenzt – sei es, weil sich ihre Eltern die Fahrt auf die Schul-Projektwoche nicht leisten können, weil Geld für Sportschuhe fehlt oder jedes Geschenk für einen Kindergeburtstag zum Problem wird. Vielfach ist diese Armut nicht gleich auf den ersten Blick sichtbar, weil Eltern Angst vor eben dieser Stigmatisierung haben. Aber diese Armut ist real. Die Corona-Krise hat diese Umstände noch einmal deutlich verschärft!“


Es braucht ein Maßnahmenbündel, um Kinderarmut abzuschaffen, betont Suchan-Mayr: „Wir fordern unter anderem einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen, kostenfreien Kindergarten- sowie Schulplatz, eine Unterhaltsgarantie, Gratisessen in der Schule sowie einen kostenfreien Zugang zu diagnostischen oder therapeutischen Leistungen für Kinder und Jugendliche. Des Weiteren ist zu bedenken, dass Kindergesundheit und Kinderarmut Hand in Hand gehen!“


Abschließend berufen sich Königsberger-Ludwig und Suchan-Mayr auf die Kinderrechte, welche seit mittlerweile über 30 Jahren Teil der österreichischen Rechtsordnung sind: „Sie dürfen kein Lippenbekenntnis, sondern müssen gelebt und umgesetzt werden! Am Internationalen Tag der Gerechtigkeit fordert die Sozialdemokratie daher einmal mehr, dass Kinder und Jugendliche ohne Existenzängste, sondern mit allen Chancen, ob in der Bildung, Gesundheit oder Teilhabe, aufwachsen können!“

Sozialdemokratie fordert alle Chancen für jedes einzelne Kind ein; Kinderrechte müssen gelebt und umgesetzt werden