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12.05.2021

Königsberger-Ludwig zu Gewalt an Frauen: Müssen Maßnahmen rasch konkret machen

Nach der entsetzlichen Serie an Frauenmorden in Österreich richteten sich die für Gewaltschutz zuständigen sozialdemokratischen Landesrätinnen aus NÖ, Wien, OÖ, Steiermark, Burgenland und Kärnten nun mit einem gemeinsamen Brief an die Bundesregierung. Vorgeschlagen wurden darin ein regelmäßiger Gewaltschutz-Dialog zwischen Bund und Ländern, mehr Mittel für Akuthilfe, der Ausbau von Präventionsarbeit mit SchülerInnen und Jugendlichen sowie vom Innenministerium koordinierte Fallkonferenzen.

 

„Die vergangenen Wochen haben auf bedrückende Weise deutlich gemacht, dass wir den Kampf gegen Gewalt an Frauen gemeinsam intensivieren müssen. Die Signale der Bundesregierung sind positiv. Wir müssen die Maßnahmen aber sehr schnell, sehr konkret machen“, kommentiert die für die NÖ Frauenhäuser zuständige Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig die Dringlichkeit, zur Tat überzuschreiten.

 

Eine wichtige Maßnahme, die über viele Jahre diskutiert wurde, läuft seit Beginn des Jahres in einem Piloten für Hochrisikoopfer. Nunmehr ist es möglich, diese bundesländerübergreifend unterzubringen und zu betreuen. „Es freut mich, dass mein Vorschlag zur vermehrten Zusammenarbeit aller Bundesländer aufgegriffen wurde und wir besonders gefährdeten Frauen nun mehr Schutz bieten können. Diese Zusammenarbeit müssen wir aber weiter intensivieren – unter tatkräftiger Mithilfe des Bundes“, appelliert die Landesrätin, die sich vom Brief nun ein rasches Zukommen der Bundesregierung auf die Länderverantwortlichen erhofft.

 

Der Brief erging an Frauenministerin Susanne Raab, Justizministerin Alma Zadič, Sozial- und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, Innenminister Karl Nehammer und Bildungsminister Heinz Faßmann.

 

In NÖ ist der laufend stattfindende Runde Tisch „Gewalt gegen Frauen“ mit ExpertInnen aus den verschiedensten Bereichen übrigens auch einberufen worden.


SP-LandesrätInnen mit gemeinsamem Brief an Bundesregierung