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01.04.2021

Königsberger-Ludwig: Soziale Dienste berieten über Auswirkung der Krise auf die Jugend

Wie geht es Kindern und Jugendlichen in Zeiten der Pandemie? Diese Frage stand zuletzt im Mittelpunkt einer gemeinsamen Online-Konferenz mit Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Trägern der Sozialen Dienste der Kinder- und Jugendhilfe. Als Einstieg in die Beratungsgespräche präsentierte Christoph Pieh von der Donau-Universität Krems die Ergebnisse seiner erst kürzlich veröffentlichten Studie zur psychischen Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. „Der Studienautor wies auf einen deutlichen Anstieg bei psychischen Symptomen im Vergleich zu Erhebungen vor der COVID-19-Pandemie hin. 55 Prozent würden unter einer depressiven Symptomatik leiden, die Hälfte unter Ängsten, ein Viertel unter Schlafstörung. Insofern bedarf es aufgrund dieser alarmierenden Ergebnisse besonderer Tatkraft, damit nicht unsere Kinder Opfer der Krise werden und ihrer Perspektiven beraubt werden“, fordert Königsberger-Ludwig, der Lebenssituation junger Menschen spezielle Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Im Anschluss an die Präsentation wurden gemeinsam mit den Expertinnen und Experten der Sozialen Dienste intensiv die aktuelle Situation erörtert und neue Ideen und Wege aufgezeigt, wie man Kinder und Jugendliche mit niederschwelligen Angeboten erreichen kann, um sie gut zu unterstützen. „Wir haben in Niederösterreich durch die mobile Jugendarbeit, niederschwellige Beratungsstellen und Schulsozialarbeit ein gut aufgestelltes Angebot. Dieses gilt es jedoch abzusichern und sukzessive auszubauen, insbesondere dort, wo ein entsprechender Bedarf vorliegt“, betont Königsberger-Ludwig.

 

Ein Ergebnis der Beratungen setzt auch auf die bessere Vernetzung im digitalen Bereich. Es wurde vereinbart, dass die Träger der Sozialen Dienste ihre Erfahrungen dahingehend austauschen und gemeinsam mit der Donau-Universität neue digitale Angebote erarbeiten. „Um die Erreichbarkeit für Kinder und Jugendliche sicherzustellen, hat die Nutzung digitaler Medien aufgrund der Kontaktbeschränkungen zuletzt neue Dynamik erfahren. Dieser virtuelle Raum wird aber auch nach Ende der Pandemie weiter Thema bzw. Herausforderung in der Jugendarbeit bleiben. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, so Königsberger-Ludwig abschließend.


Neue digitale Angebote sollen niederschwelligen Zugang fördern