Hauptinhalt

30.03.2020

Königsberger-Ludwig: Mobile Jugendarbeit setzt auf digitale Kanäle in Zeiten der Coronakrise

Königsberger-Ludwig: Mobile Jugendarbeit setzt auf digitale Kanäle in Zeiten der Coronakrise

An- und Aussprachemöglichkeiten bei schwierigen Themen geben Sicherheit

Vom „analogen“ in den „virtuellen“ Raum wechselten zuletzt die Einrichtungen der mobilen Jugendarbeit in Niederösterreich, um die Erreichbarkeit für Kinder und Jugendliche in diesen schwierigen Tagen und Wochen sicherzustellen. „Viele Fragen bewegen derzeit unsere Jugend. Die einen machen sich etwa Gedanken über die Schule oder Lehre, die anderen belasten die Coronakrise bedingten Sorgen ihrer Eltern. Aber auch allgemeine Informationen zu Corona, Ausgangsbeschränkungen und damit verbundenen Strafen stehen hoch im Kurs bei den Jugendlichen“, begrüßt NÖ Kinder- und Jugendhilfelandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig die gesetzten Maßnahmen.


„Die Verlegung der Beratungstätigkeit in die digitale Welt ist daher eine wichtige Initiative. Insbesondere im Bereich der nachgehenden Jugendarbeit, die sich vor allem an der Lebenswelt der Jugendlichen orientiert und in deren Rahmen eine persönliche Betreuung bis zu 1 ½ Jahren angeboten wird, ist es entscheidend, den Kontakt zu halten. Damit wird garantiert, dass jungen Menschen, die Unterstützung und Hilfe brauchen, weiterhin vertrauensvolle Ansprechpartner zur Verfügung stehen“, so Königsberger-Ludwig.


Zwar würden die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bei Notlagen auch den persönlichen Kontakt suchen, meint Königsberger-Ludwig, ihre Kerntätigkeit sei aber aufgrund der gesetzlichen Vorgaben gegen das Coronavirus überwiegend in den digitalen Bereich verlagert worden: „Die Beratungen und Gespräche erfolgen derzeit über WhatsApp, Skype, Telefon, Online-Beratungstools oder in Chatrooms. Darüber hinaus wird laufend an neuen Online-Angeboten und kreativen Kontaktmöglichkeiten gearbeitet, um mit Rat und Hilfe unterstützen zu können.“


„Es ist wichtig, in dieser Ausnahmesituation ein offenes Ohr für junge Menschen zu haben und den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Die An- und Aussprache bei schwierigen Themen geben Sicherheit und vermitteln das Gefühl, mit Sorgen und Ängsten nicht alleine gelassen zu werden. Außerdem wird damit gewährleistet, dass bei Gefahr schnell und unbürokratisch geholfen wird“, dankt Königsberger-Ludwig den Fachkräften der privaten Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen für ihre große Flexibilität und ihren Initiativgeist.