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16.04.2021

Königsberger-Ludwig: Erlass zu Hochinzidenzgebieten ist zu evaluieren

Für eine Änderung im Zusammenhang mit dem Erlass des Gesundheitsministeriums betreffend zusätzliche Maßnahmen in Hochinzidenzgebieten setzt sich aktuell NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig ein. „Derzeit enden die Maßnahmen entweder nachdem die 7-Tagesinzidenz über einen Zeitraum von mindestens 10 Tagen unter 200 liegt oder das Bundesministerium anderslautende Vorgaben erlässt. Dies muss aufgrund der für alle herausfordernden administrativen Vorkehrungen umgehend überdacht werden und durch eine neue, praxisgerechtere Regelung ersetzt werden“, fordert Königsberger-Ludwig ein Ende der Ausreisetests nach einer 7-Tagesinzidenz über einen Zeitraum von 10 Tagen unter 400/100.000 Einwohner.

 

„Die Maßnahmen haben gemeinsam mit dem Lockdown Wirkung gezeigt. Dennoch sind wir jetzt an einem Zeitpunkt angelangt, an dem das Ministerium seine eigenen Vorgaben evaluieren muss, wenn man möchte, dass die Menschen insgesamt die Schutzmaßnahmen weiter mittragen. Denn es ist nicht verständlich, weshalb in manchen Bezirken kein Nachweis über ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 notwendig ist, obwohl diese Bezirke über Tage eine höhere Inzidenz ausweisen, als Regionen, in denen die Zahl deutlich niedriger liegt und Ausreisetests vorgeschrieben sind“, betont Königsberger-Ludwig.

 

„Außerdem ist zu bedenken, dass etwa in kleineren, einwohnerschwachen Bezirken oft wenige Fälle reichen, um die Inzidenzzahl deutlich nach oben steigen zu lassen. Es genügt oft schon, dass es einige positive Fälle in einer Familie gibt und die Vorgaben des Ministeriums würden sich um weitere 10 Tage verlängern. Das steht in keinem Verhältnis zum administrativen Aufwand und muss sofort ein Ende finden“, so Königsberger-Ludwig abschließend.


Maßnahmenende muss nach 10 Tagen unter einem Wert von 400 folgen