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13.05.2020

Königsberger-Ludwig: Debatte zu Spitalsbetten-Abbau ist entbehrlich

Königsberger-Ludwig: Debatte zu Spitalsbetten-Abbau ist entbehrlich

Investitionsschwerpunkt in Gesundheitsversorgung war richtig

Äußerst „abenteuerlich“ hält NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig die von einigen Gesundheitsökonomen aktuell ausgelöste Debatte über den Abbau von Spitalsbetten. „Zu Beginn der Coronakrise wurde in den Krankenhäusern alles unternommen, um eine mögliche Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Planbare Operationen wurden nicht durchgeführt oder nach hinten verschoben. Dadurch ist es gelungen, Betten freizuhalten und Kapazitäten für den Fall zu schaffen, dass uns die Infektionswelle, wie in anderen Ländern, mit voller Wucht trifft. Nun daraus abzuleiten, dass wir Spitalsbetten abbauen müssen, ist eine grobe Fehleinschätzung der Sachlage“, übt Königsberger-Ludwig Kritik.


Selbst der Bundesrechnungshof habe zuletzt angekündigt, seine Lehren aus der Coronakrise ziehen zu wollen und die Prüfansätze im Gesundheitsbereich neu zu bewerten, meint Königsberger-Ludwig: „Es war unser starkes Gesundheitssystem, auf das wir uns in den letzten Wochen verlassen konnten. Dort, wo Privatisierungen und Einsparungen an der Tagesordnung standen, traf das Virus die Menschen mit maximaler Stärke.“


„Die Investitionen der Vergangenheit in unsere Gesundheitsversorgung erwiesen sich als richtig. Dies verpflichtet uns aber auch für die Zukunft. Arbeiten wir gemeinsam nach der Krise weiter an einem starken Gesundheitswesen. Verbessern wir die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenem Bereich und Spitalsbereich und stellen wir einen modernen Pandemieplan auf. Vor allem sorgen wir aber gemeinsam dafür, dass das öffentliche Gesundheitssystem, auf das wir im Moment alle so stolz sind, weiterhin finanziert werden kann, damit es auch in Zukunft allen zur Verfügung steht“, so Königsberger-Ludwig.