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13.01.2022

SPÖ-Kocevar/Schmidt/Schindele zu Test-Skandal in den Schulen

 - © Kocevar-Schmidt-Schindele/SPÖ NÖ

Das Bildungsministerium kann durch das Testchaos bei den PCR-Tests aktuell keine Sicherheit mehr für Kinder und PädagogInnen bieten. Schulen müssen sich mit Antigentests selbst helfen.


Nach den Weihnachtsferien hat mit vergangenem Dienstag nicht nur der Schulbetrieb, sondern auch das regelmäßige Testen der SchülerInnen begonnen. In Wien, NÖ und OÖ wurden bereits in der ersten Woche zwei PCR-Tests gemacht. Insgesamt sollen zukünftig pro Woche drei Tests absolviert werden – zwei davon eben als PCR-Tests. Derzeit sorgen allerdings die vermehrten PCR-Tests noch für Ärger bei zahlreichen LehrerInnen und SchulleiterInnen.

Der Umstieg auf einen neuen Anbieter beim PCR-Testprogramm an den Schulen hat nach den Weihnachtsferien für Probleme gesorgt, denn in ganz Niederösterreich warteten viele Schulen am Mittwoch noch auf den Großteil der Testergebnisse vom Dienstag. Betroffene Schulen wurden zwar am Mittwoch-Vormittag informiert, dass aufgrund von Problemen die Testergebnisse vom Vortag erst später einlangen würden, aber trotz der im Laufe des Nachmittags einlangenden ersten Ergebnisse blieb ein Großteil weiter ausständig. LAbg. Elvira Schmidt, SPÖ-Bildungssprecherin im NÖ Landtag, erläutert: „Erst 48 Stunden später sind die Ergebnisse der PCR-Tests endlich gekommen. Die Sicherheit der LehrerInnen und SchülerInnen war damit nicht gewährleistet. Die Schulen haben zur Absicherung die rascheren, aber auch weniger zuverlässigen, Antigentests durchgeführt.“

Auch LAbg. KO-Stv. Kathrin Schindele zeigt sich verärgert über die aktuelle Situation: „Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen sind auf ein funktionierendes Testen für den reibungslosen Schulbetrieb angewiesen. Der Alltag ist Herausforderung genug für Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen.“

SPÖ NÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar kritisiert die entstandenen Pannen: „Nach einer verantwortungslos langen Wartezeit sind an manche Schulen teilweise falsche Ergebnisse geliefert worden oder gänzlich ausgeblieben. Warum hat das Ministerium ein neues Labor mit den Tests beauftragt? Es ist wieder ein Beispiel dafür, dass die Bundesregierung nichts im Griff hat und irgendwelche Experimente am Rücken der SchülerInnen und LehrerInnen macht. Sie haben die Zeit über Weihnachten verschlafen und die Schulen müssen es jetzt ausbaden. Das Bildungsministerium verspricht Sicherheit in den Schulen und liefert aber ein totales Chaos in der Testsituation, das sich aktuell fortsetzt, und riskiert mit ihrem Missmanagement eine unkontrollierte Durchseuchung an den Schulen.“