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03.07.2020

Dworak fordert Sonderförderung für Gemeinden für Übernahme von Kinderbetreuung in Pfarrkindergärten

Dworak fordert Sonderförderung für Gemeinden für Übernahme von Kinderbetreuung in Pfarrkindergärten

ÖVP-Landesrätin Teschl-Hofmeister halst Gemeinden Aufgaben auf und lässt sie finanziell im Regen stehen

Nachdem die Erzdiözese Wien die Finanzhilfe für die Pfarrkindergärten in Niederösterreich auslaufen lässt, wird den betroffenen Gemeinden in einem Schreiben von ÖVP-Landesrätin Teschl-Hofmeister mitgeteilt, dass bis Herbst 2022 die Pfarrkindergärten in neue Trägerschaften übergeben werden sollen oder Alternativen gefunden werden müssen.


NÖ GVV-Präsident Rupert Dworak will diese Aufforderung in dieser Form nicht stehen lassen:

„Das heißt, dass nunmehr die einzelnen Pfarren auf die Bürgermeister mit der ganz klaren Forderung zugehen werden, dass die Gemeinden das Kinderbetreuungsangebot der ehemaligen Pfarrkindergärten übernehmen sollen.“


Bei genauer Analyse stellt Dworak fest, dass viele dieser Pfarrkindergärten einen enormen Sanierungsbedarf haben und es vielfach zu Neubauten kommen wird. Unter Druck geraten damit die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, weil die Eltern erwarten, dass die Betreuung ihrer Kinder in höchster Qualität und in modernen Einrichtungen fortgeführt werden kann.


„Dass das Land Niederösterreich für diesen Übergangsprozess nur eine fachliche Begleitung und organisatorische Unterstützung – wie es in diesem Schreiben angeführt ist – anbietet, heißt für mich, dann man die Gemeinden alleine im Regen stehen lässt“, so Dworak weiter.


Der Präsident des NÖ GVV fordert daher Landesrätin Teschl-Hofmeister zu Gesprächen auf, in denen über eine Sonderförderung für die betroffenen Gemeinden beraten wird. Dworak abschließend: „Es kann nicht sein, dass den Gemeinden still und heimlich weitere Kosten in dieser schwierigen Zeit übertragen werden. Letztendlich steht auf den Gebäuden dieser Kinderbetreuungseinrichtungen, deren Baukosten zu 75 Prozent von den Gemeinden getragen wird, das Wort Landeskindergarten drauf. Somit erwarte ich mir, dass auch das Land den betroffenen Gemeinden tatkräftig finanziell unter die Arme greift!