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04.05.2021

5. Mai 2021: Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Anlässlich des morgigen (5. Mai 2021) Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen haben schon heute Interessensvertretungen und Hilfsorganisationen einen nationalen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen für eine bessere Einbindung gefordert, der gerade für die Jahre 2022 bis 2030 finalisiert wird.

 

Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig unterstützt die Anliegen der rund 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich: „Seit 2016 existiert ein Gesetz, das einen barrierefreien Zugang zu öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen vorsieht. Hier gilt es Tempo zu gewinnen.“

 

Die nö. Landesrätin fordert eine verbindliche Mit-Einbeziehung der Interessensverbände, wenn es um Entscheidungsfindungen geht und ausreichend finanzielle Mittel zur Umsetzung: „Die Politik muss gemeinsam mit den Betroffenen entscheiden und nicht nur über sie hinweg!“

 

Die Lebenssituation behinderter Menschen in Österreich entspreche immer noch nicht den modernen Leitlinien der UNO-Behindertenrechtskonvention und darüber hinaus fehle oft immer noch eine sozialversicherungsrechtliche Absicherung, das Vorantreiben der inklusiven Schule und eine faire Bezahlung, meint Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig: „Obendrein ist es für viele Menschen mit Behinderungen noch immer nicht selbstverständlich, jedem Berufswunsch nachgehen zu können und so zu wohnen, wie sie es gerne würden. Es gibt also auch im Jahr 2021 noch viel Luft nach oben, wenn es um die ehrliche Integration von Menschen mit Behinderungen geht.“

 

Der „Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ wurde 1992 von den Interessenvertretungen „Selbstbestimmt Leben Deutschland“ (ISL) ins Leben gerufen. Den 5. Mai wählte man, weil an diesem Tag auch der Europatag des Europarates stattfindet und aufgezeigt werden soll, dass alle Menschen europaweit gleichgestellt sein sollen.

 

In der EU leben rund 80 Millionen Menschen mit einer mehr oder minder schweren Behinderung – das sind mehr als 15 Prozent der gesamten europäischen Bevölkerung. In Österreich sind es laut Statistik Austria 18,4 Prozent.

Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig: „Brauchen bessere Inklusion!“