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26.04.2021

35. Jahrestag Tschernobyl - Schnabl/Sidl schreiben Protestnote zum Atomkraftausbau an Kommission und Rat

Am Montag jährt sich das Reaktorunglück in Tschernobyl zum 35. Mal. Trotzdem wird Atomkraft in europäischen Ländern noch munter weiter betrieben und gebaut. Permanente Gefahrenherde befinden sich dabei auch unmittelbar im Grenzbereich zu Österreich. „Ein Ausbau der Atomkraft ist definitiv ein Schritt in die falsche Richtung bei der Bekämpfung des Klimawandels“, stellen LHStv. Franz Schnabl und Dr. Günther Sidl, Europaabgeordneter in einer gemeinsamen Protestnote an die Präsidentin der Europäischen Kommission und den Präsidenten des Europäischen Rats fest. „Der beabsichtigte Ausbau des tschechischen Atomkraftwerkes Dukovany beispielsweise widerspricht den sicheren und nachhaltigen Strategien, die uns zu der notwendigen Energiewende in Europa hinführen“, kritisieren die beiden.

 

Nicht nur die Nutzung von Atomenergie, sondern auch Probleme bei der Endlagerung stellen enorme Risiken dar, die laufend kleingeredet werden. „Naturgewalten sind nun einmal unvorhersehbar. Das hat sich bisher zweimal dramatisch und mehrmals in kleineren Unfällen gezeigt. Alle Staatenlenker sind angehalten ihrer Bevölkerung ein Leben in Sicherheit zu garantieren. Das ist mit dieser Energieform ganz und gar nicht gewährleistet. Mit dem Betrieb von Atomkraftwerken werden im Schadensfall ganze Landestriche bedroht, ja, die Umwelt unseres ganzen Planeten. Es braucht ökologisch verträgliche, risikoarme und ökonomisch vertretbare Lösungen für die Zukunft“, appellieren Schnabl und Sidl abschließend an die Vernunft der politisch Verantwortlichen in der Europäischen Union.


Atomkraft und fossile Brennstoffe müssen endlich erneuerbaren Energien weichen