SPÖ Niederösterreich

  • Twitter icon
  • Facebook icon
  • Youtube icon
  • Flickr icon

Wehrtauglichkeit ist Frage der Jugendgesundheit

Für NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig lässt der aktuelle Vorschlag hinsichtlich einer künftigen Teiltauglichkeit beim Bundesheer, um auf mehr junge Männer für den Wehr- oder Zivildienst zurückgreifen zu können, die wahre Problematik völlig außer Acht. „Statt neue Tauglichkeitskriterien zu diskutieren, sollte in einem ersten Schritt das Augenmerk auf die aktuellen gesundheitspolitischen Problemstellungen gelegt werden, insbesondere im Bereich Kindergesundheit. Übergewicht, Sehschwächen und psychische Probleme werden die nächsten Generationen weiterhin plagen, wenn nicht die Ursachen bekämpft werden“, ist Königsberger-Ludwig überzeugt.

„Eine ausschließliche Behandlung der Symptome ist der verkehrte Weg, es sollte vielmehr das Übel bei den Wurzeln gepackt werden. Dafür muss aber Geld in die Hand genommenen werden, was wiederum eine politische Entscheidung ist. Aktuelle Entwicklungen im Bereich der ärztlichen Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche, wie der Mangel an KinderärztInnen oder die in Diskussion befindliche Abschaffung der SchulärztInnen, sind deutliches Indiz dafür, wo es wirklich krankt und wo Handlungsbedarf besteht“, erneuert Königsberger-Ludwig ihre Forderung nach einem Runden Tisch.

„Wir müssen ständig an den Schrauben unserer guten Gesundheitsversorgung drehen, um morgen noch ein leistungsstarkes und flächendeckendes öffentliches Gesundheitswesen zu haben. Dazu gehören Maßnahmen, wie die kinderärztliche Tätigkeit attraktiver zu gestalten, die Aufwertung des schulärztlichen Engagements und die Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Passes. Grundlage für all diese Schritte sind aber Gespräche mit Vertretern von Bund, Gemeinden, Sozialversicherung und Ärztekammer“, sieht Königsberger-Ludwig die Notwendigkeit einer nachhaltigen gesundheitspolitischen Weichenstellung.