SPÖ Niederösterreich

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„Weg mit dem Sklavenparagraphen!"

Besorgt sieht Rudolf Silvan, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz und Spitzenkandidat der SPÖ NÖ zur Nationalratswahl, die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bzgl. der Arbeitsunfälle. Anlass zur Sorge gibt dazu eine Statistik der AUVA: So lässt sich erkennen, dass bei insgesamt 1,7 Prozent aller Arbeitsunfälle schwere Verletzungen davongetragen werden – in der 10. Arbeitsstunde beträgt dieser Wert jedoch 3,1 Prozent, in der 11. und 12. Arbeitsstunde 2,7 Prozent.

„Der Anteil der Arbeitsunfälle, welche schwere Verletzungen zur Folge haben, ist in der zehnten Arbeitsstunde am höchsten und liegt auch in den darauffolgenden Arbeitsstunden weit über dem Durchschnitt. Dieser Trend ist seit dem Einsetzen des Sklavenparagraphen, bei dem einseitig vom Arbeitgeber ein 12-Stunden-Arbeitstag bzw. eine 60-Stunden-Arbeitswoche angeordnet werden kann, zu sehen. Die Sozialdemokratie fordert hier die schnellstmögliche Rücknahme dieser Ungerechtigkeit bzw. ein Recht für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf eine Vier-Tage-Woche mit ausreichend Ruhephasen zur Erholung. Zum Schutz und zur Sicherheit unserer arbeitenden Bevölkerung darf diese derzeitige ‚Flexibilisierung‘ keinesfalls eine Einbahnstraße bleiben!“, verlangt Silvan.

Dass ArbeitnehmerInnen hier einer derartigen Gefährdung ausgesetzt werden können, haben einzig und allein ÖVP und FPÖ zu verantworten, welche denken, dass die Menschen der Wirtschaft dienen müssten, so Silvan: „Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Die Wirtschaft hat für die Menschen da zu sein! Unsere Bevölkerung arbeitet tagtäglich, um sich ihr Leben leisten zu können und nicht deswegen, um sich nach zehn Stunden Arbeit aufgrund von Erschöpfung und Unkonzentriertheit am Rande eines schweren Unfalls zu bewegen.“

Das Mindeste was man sich von ÖVP und FPÖ nun erwarten könne, so Silvan, sei eine Entschuldigung an die Betroffenen und deren Familien: „Türkis/Blau hat mit der Änderung des Arbeitszeitgesetzes jedenfalls ihr typisches Gesicht der Konzernpolitik gezeigt und Arbeitskräfte verachtend als Maschinen abgestempelt. Was die Damen und Herren dieser beiden Parteien jedoch so oft vergessen, ist der Umstand, dass hinter jeder Arbeitskraft ein Mensch steckt, dessen Energiereserven nicht unendlich sind: Menschen sind keine Maschinen!“, so Silvan, der abschließend noch einmal betont: „Weg mit dem Sklavenparagraphen und her mit dem Recht einer Vier-Tage-Woche für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer!“