SPÖ Niederösterreich

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NÖ Wasserrettung leistete 42.000 Einsatzstunden

„Viele Menschen suchen aktuell die Nähe zum Wasser, um etwas Abkühlung zu finden. Ein Badeausflug kann aber auch schnell gefährlich werden, wenn bestimmte Sicherheitsregeln nicht beachtet werden“, betonte NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig heute, Donnerstag, bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Wasserrettungs-Präsident Markus Schimböck, in dessen Zuge die Einsatzstatistik 2018 präsentiert und eine Vorschau auf die zukünftigen Aktivitäten der Wasserrettung in Niederösterreich gegeben wurde.

Für die Sicherheit im Bundesland leisteten die ehrenamtlichen Wasserretter 2018 rund 42.000 Stunden. Dafür sprach Königsberger-Ludwig großen Dank aus, zumal ohne dieses Engagement die Spitzenleistungen im Rahmen der NÖ Rettungslandschaft schwer möglich wären. „Rettungseinsätze am, auf und im Wasser sind keine einfache Sache, sondern ein Job für hochspezialisierte Einsatzkräfte“, erklärte Königsberger-Ludwig. Umso mehr freut sich das zuständige Regierungsmitglied für das Rettungswesen, dass es ihrem Ressort im Vorjahr gelungen ist, einen eigenen Budgetposten im Haushalt des Landes NÖ für die besonderen Rettungsdienste, wie Wasserrettung, Bergrettung, oder Höhlenrettung, zu ermöglichen. „Die Finanzierung der Rettungseinheiten wurde damit auf ein gutes Fundament gestellt“, meinte die Landesrätin.

Die Wasserrettung in NÖ sei zuletzt vermehrt auf Seen, Badeseen und auf der Donau vertreten gewesen, wobei vor allem Freizeitaktivitäten am Wasser, wie beispielsweise Sportveranstaltungen, Musikfestivals, etc. überwacht worden seien, betonte Präsident Schimböck: „Auch 2018 setzte sich der Trend von insgesamt mehr Einsätzen fort. In 578 Fällen musste die Wasserrettung ausrücken und bei vielfältigen Aufgaben Hilfe leisten.“

Heuer seien schon zehn Großeinsätze durchgeführt worden, obwohl der Monat Mai regnerisch und kalt gewesen sei, hielt Schimböck fest. Um diese Einsätze erfolgreich abschließen zu können, müssen die knapp 430 aktiven Retter ständig trainieren, auch gemeinsam mit anderen Rettungsorganisationen. Im Jahresschnitt werde dadurch etwa bis zu zehn Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet. Zudem wies Schimböck darauf hin, dass die Wasserrettung bei Notfällen jederzeit über die Notrufnummer 144 alarmiert werden könne.

Zum Schluss sprachen sich Königsberger-Ludwig und Schimböck gemeinsam für verstärkte Bemühungen bei der Schwimmausbildung von Kindern aus. „Zurzeit lernt nur noch jedes zweite Kind in Niederösterreich vor dem Schuleintritt schwimmen“, sagte Königsberger-Ludwig. Auch die Wasserrettung verzeichne zuletzt bei ihren Schwimmkursen rückläufiges Interesse, obwohl Kinder eigentlich sobald wie möglich schwimmen lernen sollten, meinte Schimböck: „Jeder Nichtschwimmer ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Rettungsschwimmer. Würde dieser Leitsatz in unserer Gesellschaft bereits im Kindesalter umgesetzt werden, könnten viele Unfälle und Einsätze verhindert werden.“