SPÖ Niederösterreich

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Neue Modelle für seelische Gesundheit nötig

„Die Stärkung der psychischen Gesundheit zählt heute zu den Kernaufgaben der Gesundheitspolitik“, betont NÖ Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig im Vorfeld des morgigen internationalen Tages der seelischen Gesundheit, der auf die schwierigen Lebenssituationen psychisch erkrankter Menschen aufmerksam machen möchte.

Seit Jahren würde die Zahl der Menschen, die aufgrund psychischer Probleme medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, genauso wie der Medikamentenverbrauch und die Arbeitsunfähigkeitstage in Verbindung mit mentalen Erkrankungen wachsen. Daneben hätten zwischenzeitlich auch viele Kinder psychische Probleme, so die Landesrätin: „Speziell bei Kindern und Jugendlichen stehen wir heute vor der Herausforderung, für entwicklungsspezifische Angebote zu sorgen, damit aus jungen Menschen glückliche Erwachsene werden.“

Zwar sei zuletzt in diesem Zusammenhang einiges unternommen worden, wie etwa der Zusammenschluss der Kinder- und Jugendpsychiatrien in Mauer, Tulln und Hinterbrühl zu einem leistungsfähigen Netzwerk oder das verbesserte Angebot im niedergelassenen Bereich, dennoch würden wir neue Versorgungsmodelle brauchen, die sich den Besonderheiten im Übergang zwischen Jugend- und Erwachsenenalter entsprechend annähmen, ist Königsberger-Ludwig überzeugt: „Heranwachsende plötzlich in eine neue Welt zu werfen, ohne dabei unterschiedliche Reifungsprozesse und Entwicklungsbedingungen zu berücksichtigen, hilft keinesfalls dabei, seelisches Leid zu heilen oder zumindest zu lindern.“

Zum Schluss ruft die Gesundheitspolitikerin noch in Erinnerung, dass neben dem Ausbau der Behandlungsmöglichkeiten auch die Entstigmatisierung des Krankheitsbildes besondere Bedeutung hat. „Es ist unsere Pflicht, das Bewusstsein der gemeinsamen gesellschaftlichen Verantwortung zu stärken, der sozialen Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Problemen entgegenzutreten und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen“, so Königsberger-Ludwig.