SPÖ Niederösterreich

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Meilenstein für ehrenamtliche Tätigkeit!

Am 12. Juni hat der Nationalrat einen Fristsetzungsantrag der SPÖ beschlossen, der die Entgeltfortzahlung für fünf Arbeitstage pro Jahr für Katastrophenhilfsorganisationen, Rettungsdienste sowie Freiwillige Feuerwehren zum Ziel hat. Die Finanzierung soll aus dem Katastrophenfonds erfolgen. „Ein äußerst positives Zeichen an alle Blaulichtorganisationen und Gemeinden! Damit wird gewährleistet, dass es bundesweit einheitliche Regelungen bzgl. ehrenamtlicher Tätigkeiten gibt“, zeigen sich der Sicherheitssprecher der SPÖ NÖ, Klubobmann LAbg. Reinhard Hundsmüller und LAbg. Mag. Kerstin Suchan-Mayr, SPÖ-Sprecherin für kommunale Angelegenheiten im Landtag, von der Initiative auf Bundesebene überzeugt.

Im NÖ Landesdienst gibt es einen derartigen Erlass, dessen Umsetzung bestens funktioniert, so Hundsmüller: „Das Land NÖ hat hier in vorbildlicher Weise geregelt, dass bei notwendigen Maßnahmen, Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr oder von Rettungsdiensten die dafür benötigte Einsatzzeit unter Fortbezahlung der Bezüge erhalten und bei Großschadensereignissen oder Katastrophen jedenfalls drei zusätzliche freie Tage pro Jahr gewährt werden. Eine derartige Regelung haben sich selbstverständlich auch die freiwillig engagierten ArbeitnehmerInnen in der Privatwirtschaft verdient.“

67,6 Mio. Freiwilligenstunden werden jährlich im Bereich der Katastrophenhilfs- und Rettungsdienste geleistet. Bewertet man diese mit 21,50 Euro pro Stunde kommt man hochgerechnet auf eine Ersparnis für den Staat von 1,453 Milliarden Euro pro Jahr, womit sich der Staat knapp 0,4 Prozent des BIP durch das freiwillige Engagement im Bereich Katastrophenhilfs- und Rettungsdienste erspart. „Wer sagt, dass diese Absicherung der Freiwilligen nicht gerechtfertigt ist, weiß nicht was es bedeutet, tagtäglich einsatzbereit zu sein, um unter enormem Eigenrisiko Leben zu retten und Katastrophen zu bewältigen. Als Bürgermeisterin möchte ich die Gelegenheit auch nutzen ‚Danke‘ zu sagen für den Einsatz der ehrenamtlich tätigen MitbürgerInnen im Sinne der Gesellschaft“, so Kerstin Suchan-Mayr, die sich mit ihrem Dank abschließend auch an viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Land Niederösterreich richtet: „Aus der Praxis weiß ich, dass viele BürgermeisterkollegInnen bereits jetzt alles Menschenmögliche tun, um den Ehrenamtlichen die Wertschätzung gegenüber zu bringen, die ihnen gebührt. Schön zu sehen, dass dies nun auch in der Privatwirtschaft angewendet werden soll und den ehrenamtlich tätigen Menschen in unserem Land eine faire Situation gewährleistet.“