SPÖ Niederösterreich

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LWK NÖ-Reform kein großer Wurf

„Grundsätzlich freut es mich sehr, dass die NÖ Landwirtschaftskammer sehr rasch auf unsere Forderung im Rahmen der vergangenen Budgetsitzung des Landtags für eine Reform ihrer Strukturen reagiert hat. Die zu Beginn dieser Woche angekündigten Schritte, von der Bündelung der Kräfte bis hin zu einer Reduzierung des bürokratischen Überbaus mit einer geringfügigen Personalreduktion durch die Nichtnachbesetzung von Pensionierungen ist sicher ein erster Schritt, aber zweifellos kein großer Wurf oder gar eine Reform, die diesen Namen verdient“, so SPNÖ-Agrarsprecherin LAbg. Ilona Tröls-Holzweber zu den seitens der Landwirtschaftskammer angekündigten Schritten.

Die NÖ Landwirtschaftskammer ist die einzige große Interessenvertretung in Niederösterreich, deren Bestand massiv mittels öffentlicher Steuermittel aus dem Landesbudget - nicht weniger als 17 Millionen Euro für das kommende Jahr - gefördert wird. Leider, und es ist wirklich traurig, sperren jedes Jahr hunderte bäuerliche Betriebe zu, weil sie ihre Existenz mit dem klassischen Broterwerb nicht mehr sichern können. Viele andere werden damit auch zu Nebenerwerbsbauern, die klassischen Strukturen „der Bauernschaft“ werden immer mehr ausgehöhlt. Bei einer Umfrage, bei der 1.000 landwirtschaftliche Betriebe in Niederösterreich teilgenommen haben, haben 48 Prozent der Befragten geklagt, dass sie es „gerade noch schaffen, den Betrieb zu erhalten“, für 11 Prozent ist die Situation „kritisch“.

Tröls-Holzweber regt daher an, zusätzliche Mittel für die bäuerlichen Betriebe auch durch eine Strukturreform der Landwirtschaftskammer frei zu machen. „Wir reden immer von schlanken Strukturen und einer effizienten Verwaltung. Daher könnte man sehr wohl andenken, die 21 Bezirksbauernkammern zu reduzieren. NÖ hat ja schon mit der Zusammenlegung Schulverwaltungsstruktur auf fünf Regionen gezeigt, dass gute Reformschritte möglich sind“, so LAbg. Tröls-Holzweber abschließend.