SPÖ Niederösterreich

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Krisenpflege: Chance für Besserstellung nutzen

„Erfreut“ zeigt sich NÖ Kinder- und Jugendhilfelandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig über die Initiative von Familienministerin Stilling betreffend bundesweiter Vereinheitlichung des Krisenpflegegeldes sowie Prüfung einer verfassungskonformen Lösung für die 91-Tage-Wartefrist beim Kinderbetreuungsgeld für Krisenpflegeeltern.

"Im Sommer 2018 wurde das Kinderbetreuungsgeld für Krisenpflegeeltern durch die damalige Bundesregierung gestrichen. Es wurde zwar eine ‚alternative Lösung‘ versprochen, die allerdings für die Krisenpflegeeltern massive finanzielle Verschlechterungen schlussendlich bedeutete“, erinnert Königsberger-Ludwig und hofft auf einen raschen Beschluss auf Bundesebene in dieser Sache: „Die Änderung der derzeit gültigen Wartefrist von 91 Tagen noch vor der Wahl würde ein großes Unrecht beenden. Allein in Niederösterreich könnten von einer Neuregelung Pflegeeltern in bis zu vierzig Prozent der Betreuungsfälle profitieren.“

Im Zusammenhang mit der Leistungsharmonisierung für Krisenpflegeeltern signalisiert Landesrätin Königsberger-Ludwig grundsätzlich Gesprächsbereitschaft: „Krisenpflegeeltern sind wichtige Partner für die Kinder- und Jugendhilfe. In wenigen Stunden sich bereit zu erklären und die Elternschaft für ein Kind einige Wochen zu übernehmen erfordert besonderes Engagement, das auch mit einem entsprechenden Betreuungsgeld honoriert werden sollte. Die Angleichung der unterschiedlichen Leistungen in den Bundesländern darf sich allerdings keinesfalls nach unten orientieren“, so Königsberger-Ludwig.