SPÖ Niederösterreich

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Klares Bekenntnis zum Weißen Hof

Der Spitzenkandidat der SPÖ NÖ zur Nationalratswahl und Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz, Rudolf Silvan, der auch Mitglied im Verwaltungsrat der AUVA ist, äußert Verständnis für die Verunsicherung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rehabilitationszentrums Weißer Hof, gab es doch in der Vergangenheit immer wieder Gerüchte, wonach sich die AUVA von dieser Einrichtung verabschieden möchte. Silvan nimmt dabei auch Bezug auf Überlegungen, Teile des Weißen Hofs an den AUVA-Standort Meidling zu verlagern. „Wir stehen als Sozialdemokratie voll hinter den Einrichtungen der AUVA, gerade deshalb treten wir auch für vernünftige Kooperationen mit anderen Trägern ein. Und wir verschließen uns auch nicht Optimierungen zwischen den Einrichtungen der AUVA selbst. Oberste Zielsetzung bei all diesen Überlegungen muss jedoch die weitere Verbesserung der Versorgung für die Patientinnen und Patienten sein, und zwar sowohl in qualitativer wie auch in quantitativer Hinsicht“, betont Silvan.

Für die sogenannten Selbstversorger – das sind Personen, die zwar Therapien brauchen, aber keinen Pflegebedarf haben – könne es laut Silvan tatsächlich günstiger sein, im Ballungsraum ein Angebot vorzufinden, wo auch tagesklinische, ambulante und sogar berufsbegleitende Rehabilitationsformen möglich sind. Für schwerversehrte Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten Komplikationsrisiko wäre wiederum in der Phase der Intensiv-, Früh- und Erstrehabilitation die Anbindung an ein Akutkrankenhaus sinnvoll, wie das am Standort Meidling gegeben ist.

„Für andere Patientinnen und Patienten - zum Beispiel für solche, die einer Langzeitrehabilitation bedürfen und vielleicht mehrere Monate im RZ bleiben - wird der Weiße Hof nach wie vor der richtige Standort sein. Es kann also nicht sein, dass die AUVA den Weißen Hof verlässt und nur mit einem kleinen Teil der Kapazitäten in Meidling ankommt, sondern es geht darum, dass jene Patientinnen und Patienten künftig in Meidling versorgt werden sollen, für die das einen Vorteil bringt. Jene, die besser in der Grünlage am Weißen Hof aufgehoben sind, sollen auch in Zukunft hier betreut werden, und zwar von der AUVA“, stellt Silvan nachdrücklich fest.

Wesentlich ist laut Silvan, dass eine AUVA-interne Umschichtung von Kapazitäten denkbar ist, keinesfalls aber eine Reduktion des Leistungsangebots der AUVA. Für die Nutzung allfällig freiwerdender Raumressourcen am Weißen Hof sieht Silvan eine enge Abstimmung mit dem Land Niederösterreich als notwendig an. Inhaltlich hat Silvan dazu klare Präferenzen: „Wir werden als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ganz klar für eine Kooperation der AUVA als Betreiberin des RZ Weißer Hof mit anderen gemeinwirtschaftlich orientierten Körperschaften eintreten. Die Infrastruktur der AUVA zur Verfügung zu stellen, damit Private Profit machen können, kann mit Sicherheit nicht der Weg sein.“

Silvan weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahr hin, die den Unfallkrankenhäusern und Rehabilitationszentren durch die Vertreter einer neoliberalen und an den Interessen des Kapitals orientierten Politik droht.

„Die Einrichtungen der AUVA sind unverzichtbar für die Unfallversorgung und traumatologische Rehabilitation in Österreich. Der Nutzen den sie bringen, ist in Geld gar nicht aufzuwiegen. Er besteht in der Gesundheit und Wiederherstellung von Menschen nach oft schweren Schicksalsschlägen. Aber eines bringen sie nicht, nämlich wirtschaftlichen Profit für privates Kapital. Jenen, für die der Profit der Wenigen das oberste Ziel der Politik ist, ist es daher ein Dorn im Auge, dass diese Einrichtungen solidarisch finanziert werden und für alle offen sind, die ihrer bedürfen.“

Die abgewählte Regierung aus ÖVP und FPÖ sieht Silvan als Vertreterin einer solchen Politik, die im Interesse des Profits für das Großkapital bereit ist, die bewährten Institutionen des Sozial- und Gesundheitssystem in Frage zu stellen. Aber, so Rudolf Silvan abschließend: „Die Sozialdemokratie wird immer und überall ein Bollwerk gegen diese Politik sein. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr soziale Sicherheit, und zu dieser gehören auch die Unfallkrankenhäuser und Rehabilitationszentren der AUVA.“