SPÖ Niederösterreich

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Karfreitag soll Feiertag für alle werden

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes sorgt für Diskussion. Der EuGH urteilte, dass es eine Diskriminierung darstelle, wenn am Karfreitag nur Angehörigen von bestimmten Kirchen ein bezahlter Feiertag zugestanden wird. „Die Folge dieses Urteils ist klar: Der Karfreitag wird ein Feiertag für alle. Davon geht die SPÖ NÖ aus“, kommentiert SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender LHStv. Franz Schnabl die aktuelle Debatte und die Ankündigung von Schwarz-Blau, dieses EuGH-Urteil „genau prüfen“ zu wollen.

ÖGB-Vorsitzender Wolfgang Katzian habe auch die Beteuerungen der Wirtschaftskammer, dass durch den Karfreitag als Feiertag der Wirtschaft Mehrkosten in Höhe von 600 Millionen Euro entstehen würden, in die „Märchenstunde der Wirtschaftskammer“ verwiesen. „Geht es der Wirtschaft gut, geht es der Wirtschaft gut – nach diesem Motto arbeiten die ÖVP-dominierte Wirtschaftskammer und die Industriellenvereinigung. Anstatt ArbeitnehmerInnen-Interessen zu vertreten, werden Konzerninteressen als Gegenleistungen für Spendenzahlungen an die ÖVP berücksichtigt. Und die FPÖ, die selbst ernannte Partei des ‚kleinen Mannes‘ segnet das in der Koalition alles ab – und der sprichwörtliche ‚kleine Mann‘ zahlt dabei drauf“, erklärt Schnabl.

Für die SPÖ NÖ sei der Vorschlag eines Feiertagabtausches keine Option. „Ich erwarte mir, dass Schwarz-Blau eine Lösung im Interesse der hart arbeitenden Menschen in diesem Land findet. Denn richtig muss es heißen: Geht es der Wirtschaft gut, geht es auch den ArbeitnehmerInnen gut – und umgekehrt! Die Menschen müssen von der guten wirtschaftlichen Entwicklungen und aufgrund massiver Einschnitte in den vergangenen Wochen und Monaten – wie etwa die 60-Stunden-Arbeitswoche – endlich profitieren. Es muss möglich sein, einen kleinen Bruchteil der gestiegenen Produktivität in einen freien Tag zu investieren.“