SPÖ Niederösterreich

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Jahresbilanz 2018 der Schuldnerberatung NÖ

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde am Mittwoch die Jahresbilanz 2018 der Schuldnerberatung NÖ vorgestellt. „Das abgelaufene Jahr 2018 war für die Schuldnerberatung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein herauforderndes. Das Ende 2017 in Kraft getretene Insolvenzrechtsänderungsgesetz brachte zwar einige Erleichterungen für eine Entschuldung mit sich, jedoch auch großen Andrang an die Beratungseinrichtungen“, betonte Königsberger-Ludwig.

„Die Anzahl der betreuten Personen ist im letzten Jahr von 4.130 betreuten Personen auf 4.316 Personen angestiegen. Der Großteil davon war zwischen 36 und 50 Jahre alt. Die Durchschnittsverschuldung der Klientinnen und Klienten der Schuldnerberatung NÖ lag bei 101.137 Euro. Frauen waren im Schnitt mit 61.827 Euro verschuldet, Männer hingegen mit 130.322 Euro“, informierte Königsberger-Ludwig.

„Es sind vor allem Zinsen und Kosten, die zu solchen Summen führen", meinte Königsberger-Ludwig. Demgemäß sei der Gesetzgeber gefordert, dass Zinsen auf das Doppelte des Kapitals gedeckelt werden, hieß es in der Pressekonferenz. Als Hauptgründe der Verschuldung wurden neben der Arbeitslosigkeit bzw. der Einkommensverschlechterung, die Selbstständigkeit, die Scheidung bzw. Trennung, aber auch das Konsumverhalten der Betroffenen genannt.

Zum Schluss wies Königsberger-Ludwig noch darauf hin, dass das Land Niederösterreich die Schuldnerberatung im Vorjahr mit 2,08 Millionen Euro unterstützt habe und für heuer der Betrag um 80.000 Euro erhöht werde. „Seit 29 Jahren wird in Niederösterreich kostenlose Schuldnerberatung angeboten. Neben fünf Beratungsstellen gab es 2018 insgesamt 539 Sprechtage in allen Bezirken“, so Königsberger-Ludwig.